Max-Planck-Institute am Kahlenberg

Mülheimer Forschung Basis für weitreichende Innovationen

Abseits eines unmittelbaren Nutzens, aber gewaltig in seiner Dimension für innovative Industrieprodukte der Zukunft, wird in Mülheim an der Ruhr bereits seit Jahrzehnten an zwei Max-Planck-Instituten fundierte Grundlagenforschung betrieben: am MPI für Kohlenforschung und am MPI für Chemische Energiekonversion.

Die meisten großen chemischen Entdeckungen der letzten 100 Jahre, die zu extrem innovativen und wichtigen Anwendungen in der Industrie geführt haben, sind aus der Grundlagenforschung gekommen. Der wissenschaftliche Nachwuchs strebt aus aller Welt an die beiden Institute, weil hier Spitzenforschung betrieben wird.  An beiden MPIs zusammen zählen aktuell neben 34 Gruppen und Forschungsgruppenleitern sowie acht Direktoren auch etwa 125 Doktoranden und 145 Post-Docs der Max-Planck-Gesellschaft. Unterstützt werden die MPI-Wissenschaftler von einem Stab an erfahrenen Laboranten und Mitarbeitern in Serviceabteilungen, Verwaltung und Haustechnik. Darüber hinaus zählendie beiden Institute am Kahlenberg zu den größten Anbietern von Ausbildungsplätzen für Chemielaboranten.

 

MPI für Kohlenforschung

Das Institut wurde 1912 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung gegründet. Ziel war die wissenschaftliche Erforschung der Kohle, insbesondere deren Umwandlung zu flüssigen Brennstoffen. Die Entdeckung der Niederdruck-Polymerisation von Polyäthylen brachte Prof. Dr. Karl Ziegler, von 1943 bis 1969 Direktor des Instituts, 1963 den Nobelpreis ein.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreiben Grundlagenforschung auf den Gebieten der Organischen und Metallorganischen Chemie, der Homogenen und Heterogenen Katalyse, sowie der Theoretischen Chemie. Fünf Abteilungen, jede von einem Wissenschaftlichen Direktor geleitet, bilden das wissenschaftliche Rückgrat des Instituts. Sie werden von Servicegruppen unterstützt, welche modernste Analytik, effiziente IT und exzellente Technik in spezialisierten Werkstätten zur Verfügung stellen.

MPI für Chemische Energiekonversion

Das Institut geht zurück auf die “Selbständige Abteilung für Strahlenchemie im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung”, die 1958 errichtet wurde. Seit 1981 ist es als ein eigenständiges Max-Planck-Institut anerkannt. Aufgrund neuer Forschungsschwerpunkte nennt das Institut seit 2012 “Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion.

Es beschäftigt sich mit grundlegenden chemischen Prozessen, die bei der Speicherung und Umwandlung von Energie eine Rolle spielen. Das Ziel besteht darin, erneuerbare Energien zu speichern und so orts- und zeitunabhängig nutzbar zu machen. Das MPI CEC wird sich zudem weiter vergrößern: Baustart für vier neue Institutsgebäude war 2017. Insgesamt werden mit der Institutserweiterung rund 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.