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Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr

Windfeder: Vom Verwalten wieder zum Gestalten

Hanns-Peter Windfeder vom Unternehmerverband rief beim traditionellen Katerfrühstück des Verbandes die Mülheimer Verwaltung und Politik zu einem grundsätzlichen Umdenken auf.

„2030 wollen wir in Mülheim wieder eine Kommune sein, in der wir selbstbestimmt unsere Stadt gestalten können!“ Um dieses Ziel zu erreichen, rief Hanns-Peter Windfeder, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft, beim traditionellen Katerfrühstück des Verbandes am 6. März die Mülheimer Verwaltung und Politik zu einem grundsätzlichen Umdenken auf. Den dringenden Handlungsbedarf zeigte er anhand von Kennzahlen auf, die Mülheim nicht nur sinkende Plätze in Rankings, sondern fatalerweise auch die am stärksten abnehmende Dynamik bescheinigen. „Überall im Ruhrgebiet läuft es mittlerweile gut – nur nicht in Mülheim. Die anderen Kommunen ziehen rechts und links an uns vorbei. Wir müssen diese Realität endlich anerkennen und unsere Prioritäten anpassen. Und das nicht irgendwann, sondern heute“, so sein Appell an alle Beteiligten.

Wenn die Situation so eindeutig ist, was ist dann zu tun? „Wir müssen uns mit dem gleichen Elan, wie wir das Thema Kosten in dieser Stadt diskutieren, auch um die Einnahmenseite kümmern“, ist die Antwort des Unternehmerverbandes. Windfeder rief dazu auf, die Einnahmen der Stadt Mülheim an der Ruhr ohne Steuererhöhungen zu erhöhen . Nach IHK-Berechnungen bringen 1.000 neue Mitarbeiter für die Stadt zusätzliche Einnahmen von sechs Millionen Euro. „Den aktuellen Stillstand können und dürfen wir uns in unserer Situation nicht leisten“, versuchte Windfeder die zahlreichen Gäste auch aus Politik und Verwaltung wachzurütteln. Seine klare Botschaft: „Wir müssen in Mülheim wissen, wo wir hinwollen.“