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Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr

Stadt und Unternehmen planen Zukunft gemeinsam

Ein Letter of Intent für die Rahmenplanung Mülheim an der Ruhr - West wurde nun zwischen Stadt und Unternehmen unterzeichnet.

Das Industriegebiet an der Friedrich-Ebert-Straße geht in eine attraktive Zukunft als hochwertiger urbaner Standort, der Arbeit und Leben am Ufer der Ruhr nachhaltig verbinden soll. Die Stadt Mülheim und die ansässigen Unternehmen machen sich frühzeitig und gemeinsam auf den Weg, um die Zukunft für dieses Areal zu entwerfen. Ziel ist es, zügig Möglichkeiten für die Ansiedlung neuer Firmen und neuer Arbeitsplätze als Kompensation für aktuelle Arbeitsplatzverluste zu schaffen. Hierzu haben Oberbürgermeister Marc Buchholz und die Vertreter der beteiligten Unternehmen am 31. Mai 2021 eine Absichtserklärung unterzeichnet. 

Planungsziel ist ein zukunftsträchtiges Gewerbequartier

Oberbürgermeister Marc Buchholz: „Wir wollen hier in einem gemeinsamen und abgestimmten Vorgehen ein zukunftsträchtiges Gewerbequartier entwickeln, in dem sich Arbeiten, Produktion, Freizeit und Erholung, Kultur und Event sinnfällig verbinden und gegenseitig zu einer lebendigen und urbanen Mischung ergänzen. Die einzigartige Lage am Flussufer und die Möglichkeit einer Anbindung über den Bahnhof Mülheim (Ruhr)-West an die DB-Hauptstrecke durch das Ruhrgebiet setzen hier exzellente Rahmenbedingungen für einen mindestens regional positionierbaren Investitionsstandort mit besonderen Qualitäten. Ich sehe hier die Chance, Arbeiten und urbanes Leben am Fluss zu kombinieren und gleichzeitig die beiden Stadtteile Innenstadt und Styrum städtebaulich attraktiv zu verbinden“.

Geschäftsführer Dr. Zimmermann, FWH Grundstücks GmbH & Co. KG:
"Mülheim und Industrie gehören zusammen, das bleibt auch so in Zeiten von Transformation und Digitalisierung. Wir freuen uns, dass durch die Initiative der Stadt Mülheim an diesem traditionsreichen Wirtschaftsstandort neue Impulse entstehen, die die bisherige Nutzung erweitern und die Attraktivität des Quartiers für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt erhöhen. Dabei engagieren wir uns gern."

Statement von Dirk Feldhaus, Vertreter der Firma Aldi Süd:
„Die Stadt Mülheim hat Aldi Süd über viele Jahre bei der Standortentwicklung und den damit verbundenen Baumaßnahmen unterstützt. Für Aldi Süd ist Mülheim an der Ruhr sowohl aus Sicht der internationalen Unternehmensbereiche (Mintarder Straße, Solinger Straße) als auch aus Sicht des nationalen Verwaltungsstandortes an der Burgstraße von bedeutender Relevanz, nicht zuletzt auch aufgrund der historischen Verwurzelung. Es ist daher auch in unserem Interesse die einmalige Lage an der Ruhr gemeinsam mit der Stadt Mülheim weiterzuentwickeln, um so das Stadtbild langfristig prägen zu können.“

Detlef Schotten, CEO der thyssenkrupp Schulte GmbH:
„Wir bekennen uns ganz klar zu der Wirtschaftsregion Rhein-Ruhr, in der Mülheim einen wichtigen Standort für das deutschlandweite Geschäft von thyssenkrupp Schulte darstellt. Es ist deshalb selbstverständlich für uns, dass wir gemeinsam mit der Stadt Mülheim dieses Gebiet für die Zukunft nachhaltig weiterentwickeln wollen. Wir freuen uns, dass wir in diesen Prozess der Entstehung eines Quartiers mit besonderen Qualitäten für die gewerbliche Nutzung eng involviert werden. Gemeinsam möchten wir einen entscheidenden Beitrag für die Attraktivität des Standortes und seiner Umgebung leisten.“

Geschäftsführer Dr. Franz-Josef Schulte, RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH: 
„Wir freuen uns, das städtische Vorhaben mit einer kleinen Fläche außerhalb des Wasserschutzgebiets zu unterstützen, an der das Gewerbegebiet an unser Grundstück in Styrum grenzte. Diese Fläche ist auch räumlich klar von unseren Betriebsanlagen getrennt, so dass sich keinerlei Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung ergeben.“

Vorbereitung einer städtebaulichen Rahmenplanung hat begonnen

Im Stadtplanungsamt haben die Vorbereitungen für eine städtebauliche Rahmenplanung für das rund 45 Hektar große Plangebiet begonnen. Im ersten Schritt werden aktuell Informationen zu den Flächen zusammengetragen und Planungsgrundlagen erstellt. 

Anschließend sollen die politischen Gremien der Stadt sich mit dem Projekt befassen. Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2022 mit einem städtebaulichen Wettbewerbsverfahren zu beginnen.