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Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr

Gemeinsam stark für Fachkräftesicherung

Jüngst tauschten sich rund 30 Ansprechpartner aus Mülheimer Unternehmen im Haus der Wirtschaft über das Thema Fachkräftesicherung der Zukunft aus.

In der vergangenen Woche fanden sich rund 30 Ansprechpartner/innen aus Mülheimer Unternehmen auf Einladung der Mülheimer Agentur für Arbeit, des Jobcenters | Sozialagentur Mülheim an der Ruhr und der Mülheim & Business GmbH im Haus der Wirtschaft ein, um gemeinsam über das Thema Fachkräftesicherung der Zukunft zu sprechen.

Das erste gemeinsame Event der drei Veranstalter zu diesem Thema startete mit einer Gesprächsrunde zwischen Jürgen Koch (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen / Mülheim), Anke Schürmann-Rupp (Leiterin Jobcenter | Sozialagentur Mülheim an der Ruhr) und Dr. Hendrik Dönnebrink (Geschäftsführer Mülheim & Business GmbH). 

Alle drei Arbeitsmarktexperten waren sich einig, dass die Fachkräftesicherung im Betrieb in naher Zukunft jeden Mülheimer Betrieb beschäftigen wird.

„Es ist wichtig, zu dem Thema ins Gespräch zu kommen. Denn die Fachkräftesicherung in den Unternehmen stellt zukünftig eine große Herausforderung dar, für die wir alle enger zusammenrücken und konkrete Lösungen anbieten müssen“, betont Jürgen Koch. „In den nächsten 10 Jahren erreichen in Mülheim mehr als 7.200 Fachkräfte von derzeit über 36.100 beschäftigten Fachkräften das 65. Lebensjahr. Somit wird spätestens dann eine große Lücke entstehen, die es zu schließen gilt. Aber auch heute schon suchen Betriebe vieler Branchen händeringend nach ausgebildetem Personal – ohne Erfolg.“

Eine mögliche Lösung hält Anke Schürmann-Rupp für Unternehmen bereit: „Mit der Umsetzung des Teilhabechancengesetzes seit Anfang dieses Jahres wird den Unternehmen die Möglichkeit gegeben neues Personal kostengünstig aufzubauen und gleichzeitig den Menschen eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, die bereits eine lange Zeit auf staatliche Unterstüt-zungsleistungen angewiesen waren. Mit diesem Regelinstrument kann ganz ohne Risiko ein Beitrag geleistet werden, neues Personal einzustellen, zu qualifizieren und so dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“

„Arbeitgeber müssen sich zukünftig noch viel stärker auf die verschiedenen Lebensentwürfe der einzelnen Generationen einstellen. Die Generation der heute 30- bis 40-Jährigen schöpft noch wesentlich mehr Zufriedenheit aus ihrer Arbeit und macht, wenn nötig auch Überstunden, die heute 20-Jähirgen hingegen schätzen eher eine Work-Life-Balance und machen pünktlich Feierabend. Allen muss man eine moderne, attraktive Arbeitsumgebung bieten“, so Mülheim & Business-Geschäftsführer Dr. Hendrik Dönnebrink.

Im Anschluss an das Podiumsgespräch kamen die Unternehmer in kleinen Gruppen zu verschiedenen Fragestellungen zusammen und tauschten sich angeregt aus. Dabei ging es unter anderem um die Frage nach der Attraktivität der eigenen Arbeitgeber-Marke und der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland. 


Die drei Veranstalter ziehen ein positives Resümee und möchten eine zweite darauf aufbauende Veranstaltung im nächsten Jahr durchführen. Dazu sind auch alle Betriebe herzlich eingeladen, die an der Auftaktveranstaltung nicht teilnehmen konnten. Interessierte Arbeitgeber können sich bei Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung (Tel. 0208 /48 48 48, E-Mail: info@muelheim-business.de) schon jetzt anmelden.