Rückblick: Kommunikation in 2025
17. Dezember 2025
Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr/Canva
Für den Standort Mülheim an der Ruhr war 2025 ein Jahr, in dem einiges trotz der schwierigen Konjunkturlage in Bewegung kam – wirtschaftlich, städtebaulich und gesellschaftlich. Trotz herausfordernder nationaler und globaler Rahmenbedingungen zeigte Mülheim, was entsteht, wenn Unternehmen, Verwaltung und regionale Partner an einem Strang ziehen.
Auch die wirtschaftlichen Kennzahlen verdeutlichen, dass sich Mülheim in 2025 stabil behauptet hat und in Teilen sich sogar überdurchschnittlich entwickeln konnte. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf 82.400 Personen, ein Plus von 1.500 Menschen. Parallel erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im März 2025 auf 64.317, was einem Zuwachs von 1.331 Beschäftigten entspricht.
Auch die Standortproduktivität ist bemerkenswert: Die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen beträgt laut jüngsten Zahlen von IT.NRW 96.001 Euro – und damit deutlich über dem NRW-Wert von 86.610 Euro. Insgesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt in Mülheim nominal um +11,3 % gegenüber dem Vorjahr (hier 2022) und damit weit stärker als der NRW-Durchschnitt von +5,5 %. Innerhalb des Ruhrgebiets bildet Mülheim mit diesem Wert sogar die Spitze ab; die Spannweite reicht dort von −2,8 % in Duisburg bis hin zu +11,3 % in Mülheim.
Auch am Mülheimer Arbeitsmarkt zeigen sich Fortschritte: Die Arbeitslosenquote lag im November 2025 bei 7,9 %, die Zahl der Arbeitslosen bei 7.029 Personen. Damit hat Mülheim eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten im Ruhrgebiet. Zudem bleibt Mülheim ein attraktiver Arbeitsort: 45.396 Einpendler stehen 48.236 Auspendlern gegenüber, der Pendlersaldo verbessert sich deutlich auf −2.840 (2023: −3.302).
Diese Kennzahlen zeigen, dass Mülheim an der Ruhr trotz eines herausfordernden Wirtschaftsumfelds Kurs auf Stabilität und Wachstum hält.
Ein Jahr mit starken Momenten und mutigen Projekten
Ein besonderer Höhepunkt war die Vergabe des 3. Mülheimer Wirtschaftspreises. Mit der Buchhandlung Bücherträume wurde ein Familienbetrieb ausgezeichnet, der zeigt, wie tief unternehmerisches Engagement in einem Stadtteil verwurzelt sein kann. Rund 180 Veranstaltungen pro Jahr, zahlreiche gesellschaftliche Impulse und ein offener Raum für Menschen aller Generationen machen Bücherträume zu einem Herzstück der Broicher Stadtteilkultur.
Auch auf nationaler Bühne setzte Mülheim klare Akzente. Auf der EXPO REAL 2025 in München präsentierte sich die Stadt als Teil des großen Gemeinschaftsstands der Business Metropole Ruhr. Die Gespräche mit Projektentwicklern und Investoren zeigten: Das Interesse an Mülheims Entwicklungsflächen bleibt hoch, und die Stimmung im Markt hellt sich nach Jahren der Unsicherheit spürbar auf.
Wie vielfältig und innovationsstark Mülheims Unternehmerschaft ist, zeigte die OB-Sommertour. Vom traditionsreichen Lebensmittelproduzenten Jupiter Grotloh über den Wasseraufbereitungsspezialisten Beierlorzer bis hin zur hochmodernen radiologischen Gemeinschaftspraxis wurde sichtbar, wie stark Qualität, Verantwortungsbewusstsein und Innovationskraft den Standort prägen.
Stadtentwicklung: Große Projekte nehmen sichtbar Fahrt auf
Mit dem Baustart für die maßgeschneiderte Immobilie der E.ON-Tochter Westenergie im entstehenden CTPark Mülheim gewann eines der wichtigsten Transformationsprojekte des Standorts an Dynamik. Auch die FlexCity wuchs weiter: Zwei neue Gebäude erweiterten den Gewerbepark um insgesamt knapp 24.000 Quadratmeter – ein klares Zeichen für die hohe Nachfrage und die erfolgreiche Weiterentwicklung des ehemaligen Siemens-Areals.
Das Rhein-Ruhr-Zentrum machte mit dem Start der lange erwarteten Umbauarbeiten einen sichtbaren Schritt in Richtung Revitalisierung. Gleichzeitig stellte die beschlossene Vorkaufsrechtssatzung für Mülheim-West die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung eines der bedeutendsten Gewerbestandorte der Stadt. Damit gewinnt Mülheim mehr Handlungsspielraum, um Wachstum gezielt zu steuern und zu sichern.
Strukturelle und gesellschaftliche Impulse für die Zukunft
2025 standen auch zentrale strukturelle Themen im Fokus. Mit der Unterzeichnung der Charta „Faire Metropole Ruhr 2030“ bekräftigte Mülheim sein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Beschaffung, fairen Lieferketten und sozialer Verantwortung.
Die Eröffnung des B³ – Bildung, Beruf, Begegnung in der Arbeitsagentur schuf eine neue, niedrigschwellige Anlaufstelle für berufliche Orientierung, Weiterbildung und Qualifizierung – ein wichtiges Angebot in einer sich wandelnden Arbeitswelt.
Auch beim Flughafen Essen/Mülheim ging es voran. Die Planungen zur Doppelstrategie – Erhalt des Flugbetriebs und Entwicklung zusätzlicher Gewerbeflächen – wurden weiter konkretisiert. Eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung ist noch 2025 vorgesehen.
Ihr Ansprechpartner im Standortmarketing/FV HRW:
Paul-Richard Gromnitza
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