Energie und Nachhaltigkeit

Die Transformation hin zu einer klimafreundlichen und ressourceneffizienten Wirtschaft stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen – bietet zugleich aber große Chancen.

Steigende Energiepreise, regulatorische Anforderungen und veränderte Erwartungen von Kundinnen, Kunden und Kapitalgebern machen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu zentralen Zukunftsthemen.

Die Mülheimer Wirtschaftsförderung unterstützt Unternehmen dabei, Potenziale zu erkennen, Maßnahmen gezielt umzusetzen und ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden.


Beratung & Fördermöglichkeiten

Wir begleiten Unternehmen praxisnah bei allen Fragen rund um Energie, Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung. Dabei unterstützen wir Sie individuell dabei, Einsparpotenziale zu erkennen und Maßnahmen passgenau auf Ihr Unternehmen abzustimmen.

Neben der Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen beraten wir Sie auch zu passenden Förderprogrammen von Land, Bund und EU. Wir prüfen die Förderfähigkeit Ihrer Vorhaben, zeigen Ihnen geeignete Möglichkeiten auf und begleiten Sie auf dem gesamten Weg von der Planung bis zur Antragstellung.

Zu den Fördermöglichkeiten: HIER 


„Klima & Wirtschaft“: Veranstaltungen & Sprechstunden

Das Projekt „Klima & Wirtschaft“ in Mülheim an der Ruhr ist eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftsförderung und der städtischen Stabsstelle für Klimaschutz, die gezielt praxisnahe Angebote und Austauschformate für Unternehmen bereitstellt, um klimafreundliche Technologien und Strategien voranzubringen.

Im Rahmen des Projekts finden regelmäßig Dialogveranstaltungen, Fachgespräche und Best‑Practice‑Events statt, bei denen lokale Unternehmen sich über Energieeffizienz, erneuerbare Energien und innovative Transformationslösungen informieren und vernetzen können. So werden Wissenstransfer und konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftspraxis vor Ort gefördert.

Die erfolgreiche Reihe „Klima & Wirtschaft“ geht 2026 in die nächste Runde – und richtet sich diesmal gezielt an Gastronomiebetriebe in Mülheim an der Ruhr. Unter dem Titel „Green Gastro: Nachhaltig handeln & Ressourcen schonen“ erhalten Teilnehmende praxisnahe Einblicke, wie sich ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg sinnvoll verbinden lassen.

Datum: Dienstag, den 14. April 2026
Uhrzeit: 09:00 – 11:00 Uhr
Ort: Restaurant Ronja, Mülheim an der Ruhr

weitere Informationen

Unsere Themenfelder

Photovoltaik bietet Unternehmen die Möglichkeit, Stromkosten zu senken und unabhängiger von Energiepreisschwankungen zu werden. Eine erste Einschätzung liefert das Solardachkataster der Stadt Mülheim an der Ruhr, mit dem sich Potenziale und Wirtschaftlichkeit einfach prüfen lassen.

Zur Plattform: https://geodaten.muelheim-ruhr.de/mapbender/application/solar-und-gruendachkataster

Weiterführende Informationen, Checklisten und Planungsunterstützung bietet die NRW.Energy4Climate GmbH.

Ein erster Schritt zur Effizienzsteigerung ist die transparente Erfassung der eigenen Energieverbräuche. Das E-Tool der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt Unternehmen dabei, Energieverbräuche und -kosten systematisch zu analysieren – kostenfrei und praxisnah. Ergänzend werden Sprechstunden angeboten.

Zum E-Tool.

Elektromobilität ist für viele Unternehmen eine zukunftsfähige Alternative zum Verbrennungsmotor – etwa für Dienstwagenflotten oder betriebliche Mobilität. ElektroMobilität NRW unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um nachhaltige Mobilität. Für den Aufbau von Ladeinfrastruktur stehen Förderprogramme des Landes NRW zur Verfügung.

Informationen finden Sie hier: https://www.elektromobilitaet.nrw/

Nordrhein-Westfalen steht vor großen Zukunftsaufgaben wie klimafesten Städten, sauberem Wasser, sicherer Mobilität und ressourcenschonendem Wirtschaften.

Die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 bündelt diese Ziele: Das Land soll vom klassischen Industrieland zu einem nachhaltigen, klimaneutralen Industrieland werden. Sechs Transformationsbereiche stehen dabei im Fokus: Lebensqualität, Klimaschutz und Energie, Mobilität, Industrie und Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung sowie Bildung und Teilhabe.

Parallel gewinnen Nachhaltigkeitsberichte für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ab 2027 sind große Unternehmen gesetzlich zur Berichterstattung nach der EU-Richtlinie CSRD verpflichtet, während kleinere Unternehmen freiwillig Standards wie VSME nutzen können.

Die Berichte machen Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte transparent, fördern nachhaltiges Wirtschaften und stärken die Beziehungen zu Investoren, Kunden und Partnern. Plattformen wie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) oder der ESRS Knowledge Hub bieten praxisnahe Unterstützung für ressourcenschonendes und effizientes Reporting.

Zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK): https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/

Die NRW-Strategie und die EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zeigen gemeinsam: Nachhaltigkeit ist kein Nebenprojekt, sondern wird zum zentralen Bestandteil von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, und Beteiligung sowie Transparenz sind entscheidend für eine erfolgreiche Transformation.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur öffentlichen Beteiligung an der NRW-Strategie 2026: https://beteiligung.nrw.de/portal/MUNV/beteiligung/themen/1018606

Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu reduzieren und Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur einen positiven Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch Kosteneinsparungen, Innovationspotenzial und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit.

Wichtige Aspekte sind:

  • Ressourceneffizienz: Rohstoffe, Energie und Wasser optimal einsetzen und Verschwendung vermeiden.
  • Produktdesign: Produkte so entwickeln, dass sie langlebig, reparierbar oder wiederverwendbar sind.
  • Recycling und Wiederverwertung: Materialien nach Nutzung zurückführen und wiederverwenden.
  • Lieferkettenmanagement: Nachhaltige Lieferanten und Kreislaufprozesse in die Beschaffung integrieren.

Unternehmen können von Beratungsangeboten profitieren, die auf die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz spezialisiert sind. In Nordrhein-Westfalen unterstützt beispielsweise die Effizienzagentur NRW Unternehmen dabei, Strategien zur Ressourcenschonung zu entwickeln, Einsparpotenziale zu identifizieren und nachhaltige Geschäftsmodelle zu implementieren.

Weitere Informationen finden Sie auf www.effizienzagentur.nrw

Erneuerbare Energien sind ein zentraler Baustein für eine nachhaltige, klimafreundliche und zukunftsfähige Energieversorgung. Unternehmen profitieren dabei nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich: Der Einsatz erneuerbarer Energie kann die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und schwankenden Energiepreisen reduzieren, CO₂‑Emissionen senken und langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen. Zudem spielt der Zugang zu erneuerbarer Energie eine immer wichtigere Rolle als Standortfaktor, insbesondere in Branchen mit hohem Strom‑ und Wärmebedarf, da er zur Erreichung eigener Nachhaltigkeits‑ und Defossilisierungsziele beiträgt.

Für die Umsetzung bieten erneuerbare Energien vielfältige Optionen:

  • Eigene Photovoltaik‑ oder Windkraftanlagen für Stromerzeugung und Eigenversorgung
  • Grüner Strom und Wärme über Lieferverträge von Energieversorgern
  • Nutzung erneuerbarer Gase wie Wasserstoff für Produktionsprozesse und Mobilität
  • Integration erneuerbarer Energie in Energie‑ und Klimastrategien des Unternehmens.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ist der Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Unternehmen aus Bereichen wie Solar, Wind, Biomasse und Wasserstoff gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Außerdem bietet der BEE Informationen, Studien, Leitfäden und Netzwerkmöglichkeiten, um Unternehmen bei der Umsetzung erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Technologien zu unterstützen.

Weitere Informationen: https://www.bee-ev.de/verband/ueber-den-bee

Neuigkeiten

Unternehmen müssen mit steigenden CO₂-Kosten rechnen, ausgelöst durch den EU-Emissionshandel, nationale CO₂-Bepreisung und mögliche CO₂-Grenzsteuern auf Importe. Dies erhöht Energie- und Produktionskosten, besonders bei CO₂-intensiven Verfahren.

Der EU-Emissionshandel bietet Planungssicherheit durch teilweise kostenlose Zertifikate, gleichzeitig treibt er Investitionen in energieeffiziente Technologien und klimafreundliche Produktionsprozesse voran. Chancen bestehen insbesondere in Energieeffizienz, CO₂-Speicherung (CCS/CCU) und Beratungsdienstleistungen.

Risiken für Unternehmen sind hohe Investitionskosten, mögliche Wettbewerbsnachteile bei fehlenden technologischen Alternativen und Carbon-Leakage. Frühzeitige Investitionen, Nutzung von Förderprogrammen und Optimierung von Produktionsprozessen sind entscheidend, um Kosten zu minimieren und die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Weitere Informationen: https://www.ihk.de/meo/innovation/umweltberatung/green-deal/klimaschutz-und-co2-preise-5173608

 

Projektpartner & Ansprechpersonen


Stabstelle Klimaschutz und Klimaanpassung

Städtische Klimaschutzmanager
Simon Temmesfeld
0208 455-6831
simon.temmesfeld@muelheim-ruhr.de

Felix Wingold
0208 455-6832
felix.wingold@muelheim-ruhr.de