Energie und Nachhaltigkeit
Klima & Wirtschaft 2026: Lösungen aus der Praxis für Unternehmen – jetzt anmelden!
Wie lassen sich Energiekosten dauerhaft senken? Welche Investitionen lohnen sich wirklich? Und welche Förderprogramme können Unternehmen dabei unterstützen?
Antworten auf diese Fragen liefert die Veranstaltungsreihe „Klima & Wirtschaft“, die seit 2022 gemeinsam von der Mülheimer Wirtschaftsförderung und der Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert wird. Mit Michael Mosebach als neuem Leiter der Stabsstelle wird die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgeführt und das Angebot im zweiten Halbjahr 2026 mit vier praxisorientierten Veranstaltungen fortgesetzt.
Statt theoretischer Vorträge stehen Unternehmen im Mittelpunkt, die ihre Erfahrungen offen teilen: Welche Maßnahmen wurden umgesetzt? Welche Hürden mussten überwunden werden? Und welche wirtschaftlichen Effekte konnten erzielt werden? Ergänzt wird das Programm durch Expertinnen und Experten, die aktuelle Entwicklungen einordnen und konkrete Förder- und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für Ihr Unternehmen mitzunehmen.

Fördermittelsprechstunde für Unternehmen
Donnerstag, 16. Juli 2026 | 09:00–15:00 Uhr | Technisches Rathaus Mülheim an der Ruhr
Investitionen in Energieeffizienz, moderne Gebäude, innovative Technologien oder betriebliche Prozesse lassen sich häufig durch öffentliche Förderprogramme unterstützen. In der kostenfreien Fördermittelsprechstunde erhalten Mülheimer Unternehmen eine unabhängige Erstberatung zu ihren individuellen Vorhaben.
Gemeinsam mit einer erfahrenen Energieberaterin werden mögliche Förderprogramme identifiziert und die nächsten Schritte für Ihr Projekt besprochen. Die rund 45-minütigen Einzeltermine richten sich ganz nach Ihren konkreten Fragestellungen – von Energieeffizienzmaßnahmen über Unternehmensberatung und Qualifizierung bis hin zu Investitionen und Innovationen.
Anmeldeschluss ist der 13. Juli 2026. Da die Zahl der Beratungstermine begrenzt ist, wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.
Mobilität der Zukunft – Lösungen für betriebliche Mobilität
Dienstag, 1. September 2026 | 15:00 Uhr | Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG)
Wie können Unternehmen ihre Mobilität zukunftssicher gestalten? Welche alternativen Antriebstechnologien sind heute bereits wirtschaftlich einsetzbar und welche gesetzlichen Entwicklungen sollten Betriebe im Blick behalten?
Bei der MEG erhalten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die betriebliche Praxis moderner Mobilitätslösungen. Im Fokus stehen dabei aktuelle Entwicklungen rund um alternative Antriebstechnologien sowie deren Einsatz in Unternehmen. Darüber hinaus werden verschiedene Fahrzeugtypen, ihre Funktionen im Betrieb und Aspekte der Wirtschaftlichkeitsberechnung beleuchtet.
Sascha Hähnke (REMONDIS) gibt zunächst einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen alternativer Antriebstechnologien. Anschließend berichtet Timo Juchem (MEG) aus der Praxis: Die MEG hat bereits verschiedene Antriebstechnologien erprobt und im Betriebsalltag bewertet. Dabei werden Erfahrungen aus erster Hand vermittelt – von den Herausforderungen bei der Einführung über die Auswahl geeigneter Lösungen bis hin zu den Erkenntnissen, die heute die Mobilitätsstrategie des Unternehmens prägen. Abschließend zeigt Jörn Kleinelümern (BMR) auf, welche Potenziale die Wasserstofftechnologie bietet und welche Perspektiven sich daraus künftig für Unternehmen ergeben.
Energie clever managen – Energiemanagement in der Praxis
Dienstag, 29. September 2026 | 14:00 Uhr | ATEGRIS GmbH
Ein strukturiertes Energiemanagement hilft Unternehmen dabei, Energieverbräuche transparent zu machen, Einsparpotenziale zu identifizieren und Kosten nachhaltig zu reduzieren.
Ategris gewährt einen exklusiven Einblick in die Einführung des eigenen Energiemanagementsystems und berichtet offen über Erfahrungen aus der Praxis. Vorgestellt werden technische und organisatorische Maßnahmen, typische Herausforderungen während der Umsetzung sowie die daraus entstandenen wirtschaftlichen Vorteile. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden praktische Tipps für Unternehmen, die selbst den Einstieg in ein Energiemanagementsystem planen.
Ergänzt wird die Veranstaltung durch einen Fachvortrag der Energieberatung encadi, die anhand aktueller Anforderungen und bewährter Praxisansätze aufzeigt, wie Unternehmen Energiemanagementsysteme erfolgreich etablieren und langfristig von mehr Energieeffizienz sowie einem systematischen Energiecontrolling profitieren können.
Ressourcen intelligent nutzen – Einblicke in die Kreislaufwirtschaft
Dienstag, 17. November 2026 | 15 Uhr | Schlaadt High Cut GmbH
Ressourcen effizient nutzen, Wertstoffe im Kreislauf halten und nachhaltige Entsorgungskonzepte entwickeln – die Kreislaufwirtschaft gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Doch wie lassen sich diese Ansätze wirtschaftlich und praxisnah in den Betriebsalltag integrieren?
Bei Schlaadt High Cut erhalten die Teilnehmenden Einblicke in innovative Recyclingverfahren und nachhaltiges Materialmanagement. Herr Jürgen Sohn zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Wiederverwertung erfolgreich umgesetzt werden kann und welche Potenziale sich daraus für Unternehmen ergeben.
Ergänzt wird das Programm durch einen Fachvortrag von Olaf Pusch (ZENTEK), einem der führenden dualen Systeme in Deutschland. Er beleuchtet die Themen Standortentsorgung und Nachhaltigkeit und zeigt auf, welche Anforderungen und Entwicklungsperspektiven Unternehmen künftig im Bereich der Kreislaufwirtschaft erwarten.
Unsere Themenfelder
Photovoltaik bietet Unternehmen die Möglichkeit, Stromkosten zu senken und unabhängiger von Energiepreisschwankungen zu werden. Eine erste Einschätzung liefert das Solardachkataster der Stadt Mülheim an der Ruhr, mit dem sich Potenziale und Wirtschaftlichkeit einfach prüfen lassen.
Zur Plattform: https://geodaten.muelheim-ruhr.de/mapbender/application/solar-und-gruendachkataster
Weiterführende Informationen, Checklisten und Planungsunterstützung bietet die NRW.Energy4Climate GmbH.
Ein erster Schritt zur Effizienzsteigerung ist die transparente Erfassung der eigenen Energieverbräuche. Das E-Tool der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt Unternehmen dabei, Energieverbräuche und -kosten systematisch zu analysieren – kostenfrei und praxisnah. Ergänzend werden Sprechstunden angeboten.
Elektromobilität ist für viele Unternehmen eine zukunftsfähige Alternative zum Verbrennungsmotor – etwa für Dienstwagenflotten oder betriebliche Mobilität. ElektroMobilität NRW unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund um nachhaltige Mobilität. Für den Aufbau von Ladeinfrastruktur stehen Förderprogramme des Landes NRW zur Verfügung.
Informationen finden Sie hier: https://www.elektromobilitaet.nrw/
Nordrhein-Westfalen steht vor großen Zukunftsaufgaben wie klimafesten Städten, sauberem Wasser, sicherer Mobilität und ressourcenschonendem Wirtschaften.
Die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 bündelt diese Ziele: Das Land soll vom klassischen Industrieland zu einem nachhaltigen, klimaneutralen Industrieland werden. Sechs Transformationsbereiche stehen dabei im Fokus: Lebensqualität, Klimaschutz und Energie, Mobilität, Industrie und Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung sowie Bildung und Teilhabe.
Parallel gewinnen Nachhaltigkeitsberichte für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ab 2027 sind große Unternehmen gesetzlich zur Berichterstattung nach der EU-Richtlinie CSRD verpflichtet, während kleinere Unternehmen freiwillig Standards wie VSME nutzen können.
Die Berichte machen Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte transparent, fördern nachhaltiges Wirtschaften und stärken die Beziehungen zu Investoren, Kunden und Partnern. Plattformen wie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) oder der ESRS Knowledge Hub bieten praxisnahe Unterstützung für ressourcenschonendes und effizientes Reporting.
Zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK): https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/
Die NRW-Strategie und die EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zeigen gemeinsam: Nachhaltigkeit ist kein Nebenprojekt, sondern wird zum zentralen Bestandteil von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, und Beteiligung sowie Transparenz sind entscheidend für eine erfolgreiche Transformation.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur öffentlichen Beteiligung an der NRW-Strategie 2026: https://beteiligung.nrw.de/portal/MUNV/beteiligung/themen/1018606
Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu reduzieren und Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur einen positiven Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch Kosteneinsparungen, Innovationspotenzial und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit.
Wichtige Aspekte sind:
- Ressourceneffizienz: Rohstoffe, Energie und Wasser optimal einsetzen und Verschwendung vermeiden.
- Produktdesign: Produkte so entwickeln, dass sie langlebig, reparierbar oder wiederverwendbar sind.
- Recycling und Wiederverwertung: Materialien nach Nutzung zurückführen und wiederverwenden.
- Lieferkettenmanagement: Nachhaltige Lieferanten und Kreislaufprozesse in die Beschaffung integrieren.
Unternehmen können von Beratungsangeboten profitieren, die auf die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz spezialisiert sind. In Nordrhein-Westfalen unterstützt beispielsweise die Effizienzagentur NRW Unternehmen dabei, Strategien zur Ressourcenschonung zu entwickeln, Einsparpotenziale zu identifizieren und nachhaltige Geschäftsmodelle zu implementieren.
Weitere Informationen finden Sie auf www.effizienzagentur.nrw
Erneuerbare Energien sind ein zentraler Baustein für eine nachhaltige, klimafreundliche und zukunftsfähige Energieversorgung. Unternehmen profitieren dabei nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich: Der Einsatz erneuerbarer Energie kann die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und schwankenden Energiepreisen reduzieren, CO₂‑Emissionen senken und langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen. Zudem spielt der Zugang zu erneuerbarer Energie eine immer wichtigere Rolle als Standortfaktor, insbesondere in Branchen mit hohem Strom‑ und Wärmebedarf, da er zur Erreichung eigener Nachhaltigkeits‑ und Defossilisierungsziele beiträgt.
Für die Umsetzung bieten erneuerbare Energien vielfältige Optionen:
- Eigene Photovoltaik‑ oder Windkraftanlagen für Stromerzeugung und Eigenversorgung
- Grüner Strom und Wärme über Lieferverträge von Energieversorgern
- Nutzung erneuerbarer Gase wie Wasserstoff für Produktionsprozesse und Mobilität
- Integration erneuerbarer Energie in Energie‑ und Klimastrategien des Unternehmens.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ist der Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Unternehmen aus Bereichen wie Solar, Wind, Biomasse und Wasserstoff gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Außerdem bietet der BEE Informationen, Studien, Leitfäden und Netzwerkmöglichkeiten, um Unternehmen bei der Umsetzung erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Technologien zu unterstützen.
Weitere Informationen: https://www.bee-ev.de/verband/ueber-den-bee
Neuigkeiten
Unternehmen müssen mit steigenden CO₂-Kosten rechnen, ausgelöst durch den EU-Emissionshandel, nationale CO₂-Bepreisung und mögliche CO₂-Grenzsteuern auf Importe. Dies erhöht Energie- und Produktionskosten, besonders bei CO₂-intensiven Verfahren.
Der EU-Emissionshandel bietet Planungssicherheit durch teilweise kostenlose Zertifikate, gleichzeitig treibt er Investitionen in energieeffiziente Technologien und klimafreundliche Produktionsprozesse voran. Chancen bestehen insbesondere in Energieeffizienz, CO₂-Speicherung (CCS/CCU) und Beratungsdienstleistungen.
Risiken für Unternehmen sind hohe Investitionskosten, mögliche Wettbewerbsnachteile bei fehlenden technologischen Alternativen und Carbon-Leakage. Frühzeitige Investitionen, Nutzung von Förderprogrammen und Optimierung von Produktionsprozessen sind entscheidend, um Kosten zu minimieren und die Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Weitere Informationen: https://www.ihk.de/meo/innovation/umweltberatung/green-deal/klimaschutz-und-co2-preise-5173608
Projektpartner & Ansprechpersonen
Stabstelle Klimaschutz und Klimaanpassung
Städtische Klimaschutzmanager
Simon Temmesfeld
0208 455-6831
simon.temmesfeld@muelheim-ruhr.de
Felix Wingold
0208 455-6832
felix.wingold@muelheim-ruhr.de