Cybersicherheit
Der Begriff Cybercrime umfasst alle Straftaten, die unter Ausnutzung von Computern, Smartphone und Internet begangen werden. Dieser Bereich zeichnet sich durch seine hohe Dynamik aus und ist auch phänomenologisch im steten Wandel begriffen.
Gerade die schnellen Entwicklungen auf dem Markt neuer Medien und netzwerk-basierter Dienstleistungen bieten nicht nur regulären Nutzergruppen ständig neue Möglichkeiten. Die beständig neu entwickelten Angebote eröffnen gleichzeitig vielfältige neue Infrastruktur, Zugänge und Betätigungsformen für Kriminelle. Und die Bedrohungen beschränken sich längst nicht mehr nur auf Phishing-Mails, Würmer und Trojaner auf dem PC.
Computer sind mittlerweile überall: Smart Home, Staubsaugerroboter und Kinderspielzeug, aber auch selbstfahrende Autos sind vernetzt. Sie speichern die Zugangsdaten zu WLAN-Netzen, den Grundriss unserer Wohnung und viele weitere Daten, die für motivierte Täter von Nutzen sein können. Gleichzeitig sind sie vielfach kaum gesichert und damit prinzipiell manipulierbar.
Im Firmenumfeld bedeutet dies ebenfalls vollkommen neue und existenzbedrohende Szenarien und Herausforderungen für Selbstständige und Unternehmen. Absicherung und Weiterbildung sind dabei zentrale Anforderungen. Cybersicherheit ist Chefsache!
Allianz Trade Schadensstatistik 2026
Künstliche Intelligenz (KI) spielt Wirtschaftskriminellen in die Hände: Sie werden immer professioneller, schlagen häufiger zu – und richten bei Unternehmen immer größere finanzielle Schäden an. Insbesondere bei den sogenannten „Social-Engineering-Betrugsmaschen“ spielt dies eine große Rolle, bei denen „Menschen-Hacker“ Mitarbeitende mit psychologischen Tricks und unter der Vorspiegelung falscher Identitäten manipulieren und sie so zur Preisgabe von sensiblen Daten oder auch Überweisungen von Firmengeldern bewegen. Diese Fälle stiegen 2025 um insgesamt 60 %.
Die aktuelle Allianz Trade Schadensstatistik zeigt, dass sich die Schäden für Unternehmen durch Fake-President-Betrugsmaschen 2024 verdreifacht haben (+200 %). 2025 sind sie um weitere 81 % angestiegen – trotz rückläufiger Fallzahlen (2024: -12 %; 2025: -13 %). Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Bestellerbetrug , der 2025 ein Revival erlebt: Die Schäden haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt (+139 %) und mit einem Zuwachs bei den Fallzahlen um 61 % hat der Bestellerbetrug den Zahlungsbetrug vom Spitzenplatz als häufigste Social-Engineering-Betrugsmasche abgelöst.
Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2024
Mit seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland informiert das BSI jährlich über die Bedrohungslage im Cyberraum. Im Bericht für das Jahr 2024 kommt die Cybersicherheitsbehörde des Bundes zur Einschätzung: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland war und ist besorgniserregend.
Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2024 (11/2024)
Im Fokus: Bundeslagebild Cybercrime 2024
Das Bundeslagebild Cybercrime 2024 verdeutlicht: Die digitale Bedrohungslage ist weiterhin hoch, professionalisiert sich weiter und verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Gleichzeitig ist es den Strafverfolgungsbehörden gelungen, dem etwas entgegenzusetzen – durch internationale Kooperationen, gezielte Infrastrukturangriffe und effektive Ermittlungsstrategien. Die Erfolge zeigen, dass der Rechtsstaat im digitalen Raum handlungsfähig ist – auch wenn die Herausforderung weiter wächst.
„Bundeslagebild Cybercrime 2024“
IT-Sicherheitskompass für kleine und mittlere Betriebe
Dass IT-Sicherheit entscheidend für den betrieblichen Erfolg auch von kleinen und mittleren Unternehmen ist, wird Vielen mehr und mehr bewusst. Trotzdem fällt der Einstieg in das Thema oft schwer.
Dieser IT-Sicherheitskompass von DIGITAL.SICHER.NRW zeigt Ihnen, wie Sie die ersten Schritte zur Absicherung Ihrer digitalen Infrastruktur gehen können und geben Ihnen in unserem IT-Sicherheitskompass einen Überblick über das Thema insgesamt.