Jahresrückblick „Standortkommunikation“ {ARCHIV}
17. Dezember 2024
Bild: PR-Fotografie Köhring
Das vergangene Jahr war für Wirtschaftsstandort Mülheim kein leichtes Jahr, aber trotz der Konjunkturschwäche gab es gute Entwicklungen und herausragende Veranstaltungen. Wir blicken zurück auf ein dynamisches Jahr!
Herausragende Veranstaltungen und Initiativen:
Mitte November fand vielleicht das Highlight für die Mülheimer Unternehmerschaft statt, nämlich die Verleihung des Mülheimer Wirtschaftspreises statt mit der GERA Chemie Gruppe als Preisträgerin dieser Auszeichnung. Die feierliche Preisverleihung fand am Freitag, den 15. November 2024, im Rahmen einer Gala mit mehr als 300 Gästen in der WDL-Luftschiffhalle statt. Der Mülheimer Wirtschaftspreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde durch Oberbürgermeister Marc Buchholz vergeben. Darüber hinaus hat sich die Jury in diesem Jahr für eine zusätzliche Auszeichnung in Höhe von 2.000 Euro entschieden. Diese ging an Siemens Energy für ein besonders herausragendes Ausbildungskonzept. Den Sonderpreis der Funke Mediengruppe erhielt 2024 die migosens GmbH. Mit ihrem herausragenden Engagement für ihre Beschäftigten konnte sich die GERA Chemie Gruppe gegen vier weitere Finalist*innen im Rennen um den diesjährigen Wirtschaftspreis durchsetzen.
:: Lesen Sie hier das Interview mit dem Preisträger Gerd KleemeyerAuch Mitte November wurde die Charta zum ersten Fachkräftebündnis der Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr von den Oberbürgermeistern der Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr sowie lokaler Arbeitsmarktpartnerinnen und -partner unterzeichnet. Das neue Bündnis möchte Unternehmen bei der Transformation der Wirtschaft und der Arbeitswelt und den damit einhergehenden Herausforderungen und Veränderungen eng begleiten und unterstützen. Ziel ist es, in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, für jedes Unternehmen, entsprechend den Bedarfen, die notwendigen Arbeitskräfte zu entwickeln, zu qualifizieren und anzubieten. Das Bündnis wird für die passenden Rahmenbedingungen Sorge tragen, damit beide Städte attraktive Wirtschaftsstandorte für Unternehmen bleiben. werden. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. Januar 2025 in Oberhausen statt und Sie können dabei sein!
:: Anmelden können Sie sich hier.
Ende August hat die Wirtschaftsförderung in der Stadthalle Mülheim eine gut besuchte Veranstaltung zum dem wichtigen Thema „Cybersicherheit“ durchgeführt – dieses Mal in Präsenz und zusammen mit den Kollegen der Wifö (OWT) aus Oberhausen. 80 Teilnehmer sprechen hier eine deutliche Sprache, dass die Unternehmerschaft an Informationen sehr interessiert ist. Denn das Prinzip Hoffnung, dass schon nichts passieren wird, scheint ein schlechter Berater zu sein. Neben einem eindrucksvollen Betroffenenbericht hat der Staatsschutz die aktuelle Bedrohungslage skizziert und deutlich dafür geworben, dass Thema sehr ernst zu nehmen und strategisch zu behandeln. Höhepunkt war ein echter Angriff auf ein Unternehmen (selbstverständlich nach Einwilligung durch die Geschäftsführung). Danach war förmlich zu greifen, wie beeindruckt die Zuhörerschaft war, wie schnell und unkompliziert das ausgewählte Unternehmen handlungsunfähig war. Denn das ist das Ergebnis, wenn Hacker den Weg ins Unternehmen gefunden haben! Die Wirtschaftsförderung in Mülheim hat das Thema weiter auf dem Schirm und steht jederzeit auch vermittelnd zur Verfügung.
Gute Nachrichten für den Standort Mülheim:
Es gab sie, die guten Nachrichten für den (Wirtschaftsstandort Mülheim). Hier einige davon.
Ende September veröffentlichte „Die Deutsche Wirtschaft (DDW)“ ihr neuestes Standortrankings Deutschland. In der zweimal jährlich erscheinenden Auswertung hat Mülheim gleich 29 Plätze gut gemacht – und damit mehr als jede andere Stadt in Deutschland! Durch diesen Sprung gehört Mülheim an der Ruhr in diesem renommierten Ranking nun wieder zu den Top 30 in Deutschland. Die in der Stadt ansässigen Unternehmen (u. a. die Weltmarktführer Aldi Süd, die Hans-Turck-Gruppe, Siebtechnik GmbH und der Europipe GmbH) machten zuletzt einen Umsatz von 87,62 Milliarden Euro. Das ergibt eine Wertschöpfungsquote von 391.450 Euro pro Arbeitnehmer.
Anfang August zog die Köster GmbH von ihrem bisherigen Standort an der Duisburger Straße in ein nagelneues Büro-Ensemble direkt am Flughafen Essen|Mülheim, dem drittgrößten Köster-Standort in Deutschland! Dass sich die rund 100 Ingenieure und andere Bauexperten in den neuen, modernen Büros am Beykozplatz 5 – teilweise mit Blick aufs Rollfeld – besonders wohlfühlen, ist nachvollziehbar. Schließlich hat der Baukomplettanbieter das Objekt für den Projektentwickler Dudoq Real Estate GmbH aus Aachen selbst gebaut. Die Köster GmbH gehört als Generalunternehmer mit rund 2.000 Mitarbeitenden an über 20 Standorten zu den führenden Spezialisten in Deutschland, wenn es um Beratung und die Planung sowie um die schlüsselfertige Realisierung von Hochbau- und Tiefbauprojekten geht.
Ebenfalls im August gab die Salzgitter AG bekannt, dass Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH am Standort Mülheim an der Ruhr ein zweistelliger Millionenbetrag investieren wird. Laut Salzgitter ist Errichtung einer sogenannten Warmrichtmaschine eine der größten jemals am Standort getätigten Einzelinvestitionen. Diese Investition erweitert die Fähigkeiten der Blechverarbeitung und verbessert den Zugang zu neuen Anwendungen und Märkten insbesondere im Bereich der Energieinfrastruktur. Ab Sommer 2026 geht die neue Warmrichtmaschine in Betrieb und ermöglicht die Fertigung besonders dicker Bleche für Energieinfrastrukturanwendungen wie beispielweise Offshore-Gründungsstrukturen.
Im Juli machte die Frasers Property Industrial ihre Pläne zur Neupositionierung des ehemaligen „Siemens Techno-Park“ in Mülheim an der Ruhr bekannt. Auf dem 195.000 m² großen Gelände an der Kranbahnallee entstehen drei neue Industrie- und Gewerbegebäude mit einer Gesamtmietfläche von 23.000 m². Mit der Neuentwicklung wird der gesamte Park in „FlexCity“ umbenannt. „Mit dem (neuen) Flächenangebot richten wir uns ausdrücklich auch an Handwerksbetriebe, produzierendes, mittelständisches Gewerbe sowie Start-ups“, so Alexander Heubes, Managing Director Europe, Frasers Property Industrial.
Gleich mehrfach wurde in diesem Jahr der Luftschiffhangar der WDL-Gruppe ausgezeichnet und zwar mit dem BDA Architekturpreis NRW in Gold ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die Jury ein Bauwerk, das nicht nur gestalterisch und konstruktiv höchsten architektonischen Ansprüchen gerecht wird, sondern auch in Bezug auf Baumaterialien und Nachhaltigkeit beispielhaft ist und zugleich die regionale Identität stärkt. Auch der mit 30.000 Euro dotierte Staatspreis (Deutscher Ingenieurbaupreis) ging dieses Jahr nach Mülheim an der Ruhr (und Essen).
Ende April verkündete die Konzernleitung der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH, dass deutschlandweit 16 von 92 Filialen schließen. Doch der bundesweit größte Standort in Mülheim an der Ruhr mit den Karstadt-Arkaden im Rhein-Ruhr-Zentrum bleibt erhalten. Oberbürgermeister Marc Buchholz blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Ich bin froh, dass der Standort im Rhein-Ruhr-Zentrum erhalten bleibt. Das ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten.“ Mit dem Fortbestand der Galeria-Filiale bleibe dem Center und den neuen Investoren, die das Center vergangenes Jahr erworben haben, ein starker Partner erhalten.
Im April feierte die Hochschule Ruhr West die Eröffnung ihrer neuen Flächen in der Parkstadt Mülheim (Campus Parkstadt) und das 15-jährige Jubiläum der Hochschulgründung. Über 120 Gäste und Wegbegleiter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ließen im neuen HRW Parkstadt Campus die Hochschule hochleben, u. a. NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes, Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz und sein Amtskollege aus Bottrop, Bernd Tischler, sowie die ehemalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Auf 6.100 Quadratmetern des ehemaligen Tengelmann-Areals, hat die HRW unter anderem moderne Büroflächen eingerichtet und wird immer mehr zu einem kreativen Ort für Studierende, Beschäftige und Lehrende der HRW.
Anfang Januar gab CTP Deutschland, Bestandshalter, Projektentwickler und Manager von Logistik-, Gewerbe- und Industrieimmobilien die Pläne für die ehemalige Vallourec-Fläche in Mülheim-Sytrum bekannt. Auf dem 335.000 m² großen wird CTP ein innovatives, modernes Gewerbegebiet errichten, das mehr als 160.000 m² für Forschung und Entwicklung, Labore, Co-Working sowie Industrie- und Produktionsflächen für Unternehmen in wachstumsstarken technologieorientierten Sektoren wie Biowissenschaften und IT-Fertigung bieten wird. Die Flächen des neuen Mülheimer Hightech Businessparks werden speziell auf die Bedürfnisse von KMUs und größeren Unternehmen zugeschnitten. Marc Buchholz, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, kommentiert: „Wir freuen uns über das Vorhaben zur Errichtung des neuen CT Parks als Innovationsprojekt in der Ruhrregion. Damit werden in Mülheim dringend benötigte Gewerbe-, Forschungs- und Entwicklungsflächen für regional ansässige Unternehmen, aber auch für internationale Player geschaffen mit vielfältigen und hochwertigen Beschäftigungsmöglichkeiten.“
KONTAKT
Guido Brücker
Sonderprojekte
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Paul-Richard Gromnitza
Standortkommunikation/Förderverein der Hochschule Ruhr West
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