Mülheim bleibt Fairtrade-Town {ARCHIV}
24. April 2024
Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr
Die Stadt Mülheim an der Ruhr ist seit 2016 als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet und wurde sowohl 2018, 2020, 2022 und 2024 erneut mit dem Titel ausgezeichnet.
Um als Fairtrade Town zertifiziert zu werden, müssen diverse Kriterien erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem ein Ratsbeschluss, die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, der Ausbau des Verkaufs von fair gehandelten Produkten, die Einbindung der Zivilgesellschaft sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Für Mülheim an der Ruhr bedeutet dies, dass mehr als 30 Einzelhandelsgeschäfte oder Filialen und über 20 Gastronomiebetriebe jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten oder verwenden. Auch Kirchengemeinden und Schulen sind dabei und es werden jährlich mehr Angebote.
Die Kampagne „Fairtrade-Town“ liegt den Prinzipien des Fairen Handels zugrunde. Beim Fairen Handel stehen die Produzent*innen im globalen Süden im Fokus und er sorgt für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbäuer*innen und Beschäftigten.
Steuerungsgruppe Fairtrade Town
Die Steuerungsgruppe koordiniert die Umsetzung der Kriterien für Fairtrade Towns, plant konkrete Veranstaltungen und Projekte zur Förderung und zum Ausbau des Fairen Handels vor Ort und zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Sie ist mit verschiedenen Leuten aus den Bereichen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Eine Welt besetzt:
- Faire Metropole Ruhr und EXILE e.V.
- Weltladen Mülheim
- Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)
- Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr, Kulturbüro (Kulturelle Bildung)
- Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
- Agenda2030 Büro der Stadt Mülheim
Hinweis: Die Treffen der Steuerungsgruppe in Mülheim finden quartalsweise im Agenda2030 Büro (Hans-Böckler-Platz 5, 45468 Mülheim an der Ruhr, GG. R2) statt.
Faire Metropole Ruhr
Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr e.V. setzt sich für den Fairen Handel im Ruhrgebiet ein, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, Fairen Handel in der öffentlichen Beschaffung voranzutreiben und mit dem Ziel, dass alle Städte, Gemeinden und Kreise des Ruhrgebiet Fairtrade Towns oder Kreise werden. Das Netzwerk unterstützt Projekte, organisiert Veranstaltungen und internationale Begegnungen und begleitet und berät Steuerungsgruppen, Fairen Kitas/ Jugendhäuser, Schulen und mehr.
Mitmachen!
Alle örtlichen Lebensmittelgeschäfte, Cafés und Gastronomiebetriebe und weitere Läden können sich an der Kampagne beteiligen. Es müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte angeboten oder verwendet werden. Bei Fragen oder Aktions- und Projektideen steht das Agenda2030 Büro gerne zur Verfügung unter agenda2030(at)muelheim-ruhr.de.