Zukunftscluster „ETOS“ erhält 12,1 Mio. vom Bund
22. April 2026
Bild: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion
Gute Nachrichten für den Forschungs- und Innovationsstandort Mülheim an der Ruhr: Der Zukunftscluster ETOS (Elektrifizierung technischer organischer Synthesen) am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion wird weiterhin durch den Bund gefördert – und geht damit in die nächste Entwicklungsstufe. Nach erfolgreicher Begutachtung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie eine Fachjury erhält der Cluster eine Anschlussförderung in Höhe von 12,1 Millionen Euro (Projektvolumen rund 18 Millionen) für weitere drei Jahre.
Im Fokus steht ein zentrales Zukunftsthema der Industrie: die nachhaltige Herstellung von Chemikalien durch elektrische Prozesse – anstelle klassischer, oft energie- und ressourcenintensiver Verfahren. In der neuen Förderphase soll der Transfer in die Praxis deutlich beschleunigt werden. Gemeinsam mit Industriepartnern werden Verfahren weiterentwickelt, skaliert und erstmals umfassend in realen Produktionsumgebungen eingesetzt.
Ziel ist es, chemische Prozesse effizienter, klimafreundlicher und langfristig wettbewerbsfähiger zu machen. Die elektroorganische Synthese gilt dabei als Schlüsseltechnologie, da sie mit erneuerbarem Strom arbeitet und den Einsatz kritischer Chemikalien deutlich reduzieren kann.
Starker Schulterschluss von Wissenschaft und Industrie
Koordiniert wird der Cluster maßgeblich vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Waldvogel. Gleichzeitig bringt ein breites Netzwerk aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen entlang des Rhein-Ruhr-Korridors seine Expertise ein – darunter auch große Industriepartner wie BASF, Evonik oder Boehringer Ingelheim. Damit steht ETOS exemplarisch für einen neuen Typ von Innovationsökosystem: interdisziplinär, anwendungsnah und eng verzahnt mit der Wirtschaft.
Impuls für den Standort Mülheim
Für Mülheim an der Ruhr unterstreicht die erneute Förderung die Bedeutung als Forschungs- und Innovationsstandort im Bereich der nachhaltigen Chemie. Der Cluster verbindet Spitzenforschung mit industrieller Anwendung – und schafft damit konkrete Perspektiven für klimafreundliche Produktionsverfahren „made in Germany“.