Mülheims Frauenpower: Anteil Gründerinnen 2026 deutlich erhöht

14. August 2026

KI-Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr


Der kürzlich veröffentlichte „DIHK-Report Unternehmensgründungsreport 2026“ bestätigt eine bundesweite Zunahme des Gründungsinteresses. Dies erfolgt nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichem Druck und wegen fehlender beruflicher Alternativen. Mit einem Frauenanteil von 44 Prozent in den Gründungsberatungen setzt sich außerdem der langfristige Trend zu mehr Gründerinnen fort.

Auch in Mülheim zeigen sich ähnliche Tendenzen. Die lokale Statistik bestätigt den bundesweiten Trend zu mehr Gründungen und damit verbunden zunehmend in Anspruch genommenen Beratungsgesprächen bei der Wirtschaftsförderung Mülheim an der Ruhr. Besonders erfreulich: der Anteil der Gründerinnen. Dieser lag im Jahr 2025 bei rund 32 Prozent, in diesem Jahr nahmen mit 42 Prozent deutlich mehr Gründerinnen die Beratung der Wirtschaftsförderung wahr. Aus der Arbeitslosigkeit gründen in Mülheim rund ein Drittel. Im Umkehrschluss sind rund zwei Drittel der Gründungsinteressierten intrinsisch motiviert und gründen nicht aufgrund fehlender beruflicher Alternative.

Die Motivation „sein eigenes Ding zu machen“ schlägt sich in einer großen Branchenvielfalt nieder. Diese umfasst Geschäftsideen aus den Bereichen Handwerk, Handel und Gastronomie bis zu digitalen Dienstleistungen, KI-Anwendungen, Beratung, Gesundheit und kreativen Angeboten. Der Anteil der beratenden Start-ups mit einem innovativen und digitalen Geschäftsmodell lag im Jahr 2025 bei knapp 6 Prozent, im aktuellen Jahr bei rund 13 Prozent. Eine Gründung im Nebenerwerb planten im Jahr 2025 rund 13 Prozent der beratenen Personen, im laufenden Jahr liegt der Anteil bei 17 Prozent. Ein Anstieg, der die wachsende Nachfrage nach flexiblen Gründungsmodellen widerspiegelt.

„Die Mülheimer Zahlen zeigen, dass Gründung bei uns nicht nur ein Ersatz für fehlende Erwerbsalternativen ist, sondern auch Ausdruck von Ideenreichtum, Mut und unternehmerischer Weiterentwicklung“, so Mathias Meinke, Gründungsberater der Mülheimer Wirtschaftsförderung. „Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist es wichtig, Gründende mit schneller Beratung, guter Orientierung und einem verlässlichen Netzwerk zu unterstützen.“

Der DIHK-Report zeigt deutlich, wo bundesweit der größte Reformbedarf besteht: Bürokratie, Steuerrecht und der Zugang zu Fördermitteln werden von Gründerinnen und Gründern als die größten Hürden genannt. Für uns in Mülheim ist das mehr als eine Statistik – es ist ein Auftrag, den wir mit Herz und Verstand annehmen. Denn wir wissen aus unzähligen Gesprächen: Hinter jeder Gründungsidee stecken Menschen mit Träumen, Engagement und oft auch ein wenig Unsicherheit. Genau hier setzen wir an. Unsere Gründungsberatung und Wirtschaftsförderung stehen für kurze Wege, verständliche Verfahren und eine Begleitung, die persönlich ist und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Wir sind für Sie da – nicht nur als Berater, sondern als Partner, die mit Ihnen gemeinsam jede Hürde nehmen, damit gute Ideen schneller in den Markt kommen und Mülheim als Gründungsstandort weiter stärken.

VERANSTALTUNGSHINWEIS:

10. Gründungsstammtisch Mülheim an der Ruhr [MH]


Sie möchten in Mülheim gründen? Dann sprechen Sie uns an! Ansprechpartner sind:
Mathias Meinke
, Tel. (0208) 455-6127, mathias.meinke@muelheim-ruhr.de
Jens Niederhagen, Tel. (0208) 455-6125, jens.niederhagen@muelheim-ruhr.de