Beteiligungsfrist für geplante CO₂-Pipeline [ONLINE]
26.10.2026
KI-Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr
Die Planungen für eine CO₂-Pipeline könnten auch Mülheim an der Ruhr betreffen. Noch bis zum 26. Oktober 2026 können Interessierte die Unterlagen einsehen und Anregungen oder Bedenken einreichen. Ein endgültiger Trassenverlauf steht noch nicht fest.
Die Open Grid Europe GmbH (OGE) plant eine rund 200 Kilometer lange, unterirdische CO₂-Transportleitung in Nordrhein-Westfalen. Sie soll schwer vermeidbare Emissionen aus Industrieanlagen über die Niederlande in Richtung Speicherstätten in der Nordsee transportieren. Die laufende Raumverträglichkeitsprüfung untersucht mögliche Trassenkorridore und deren Auswirkungen.
Stadt lehnt Trasse durch den Mülheimer Wald ab
Zwei von OGE favorisierte Korridorverläufe würden durch Mülheimer Stadtgebiet führen. Betroffen wären Bereiche mit besonderer Bedeutung für Wald, Wasser, Naturschutz und Naherholung. Für den Bau wäre nach bisherigem Planungsstand ein rund 28,5 Meter breiter Arbeitsstreifen erforderlich, für den auch Wald gerodet werden müsste.
Bei der städtischen Informationsveranstaltung am 8. Oktober informierten sich rund 120 Bürgerinnen und Bürger über die Planungen. Oberbürgermeister Marc Buchholz kündigte an, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um eine Trasse durch den Mülheimer Wald zu verhindern. Die Stadt plant die Leitung nicht selbst. Sie bringt ihre fachliche Bewertung und die Interessen Mülheims in das Verfahren ein.
Welche Flächen könnten betroffen sein?
Im Beteiligungsportal NRW finden Sie Karten und Planungsunterlagen zu den untersuchten Trassenkorridoren. Informieren Sie sich über die möglichen Auswirkungen und reichen Sie Ihre Hinweise bis einschließlich 26. Oktober 2026 online ein.