Konjunkturbericht MEO: Mülheims Wirtschaft hält Kurs

21. Oktober 2026

KI-Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr


Stabile Stimmung, eine leicht über dem regionalen Durchschnitt liegende Bewertung der Geschäftslage und Chancen im Auslandsgeschäft: Der aktuelle IHK-Konjunkturbericht liefert ermutigende Signale für Mülheim an der Ruhr. Hohe Energiekosten und zurückhaltende Investitionspläne zeigen zugleich, was eine stärkere wirtschaftliche Belebung noch bremst.

Die Mülheimer Unternehmen behaupten sich in einem schwierigen Umfeld. Der Konjunkturklimaindex bleibt im Herbst 2026 mit 100,9 Punkten stabil. In der gesamten MEO-Region mit Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen steigt er auf 102,8 Punkte. Das spricht für eine weitere Stabilisierung – der breite Aufschwung steht allerdings noch aus.

Geschäftslage besser als im regionalen Durchschnitt

Bei der aktuellen Geschäftslage überwiegen unter den befragten Mülheimer Unternehmen die positiven gegenüber den negativen Bewertungen um 6,6 Prozentpunkte. Damit fällt die Bilanz etwas günstiger aus als im MEO-Durchschnitt von 5,5 Prozentpunkten.

Auch im Auslandsgeschäft sehen Unternehmen Chancen: 17,6 Prozent erwarten steigende Exporte. Dieser Anteil liegt über dem regionalen Durchschnitt von 12,7 Prozent. Knapp zwei Drittel rechnen mit einem gleichbleibenden Auslandsgeschäft, 17,6 Prozent mit Rückgängen. Wachstumserwartungen und Rückgangserwartungen halten sich in Mülheim damit die Waage.

Mehrheit hält Investitionsbudgets stabil

Bei den Inlandsinvestitionen setzt die Mehrheit auf Kontinuität: 55,6 Prozent wollen ihre Budgets konstant halten, weitere 15,6 Prozent planen höhere Ausgaben. Zugleich sehen 28,9 Prozent Kürzungen vor. Damit bleibt der Anteil mit rückläufigen Investitionsplänen größer als der mit Ausbauplänen.

Auch bei der Beschäftigung dominiert die Zurückhaltung. 57,8 Prozent erwarten einen unveränderten Personalbestand, 17,8 Prozent planen zusätzliche Stellen und 24,4 Prozent einen Abbau. Für mehr Dynamik braucht es deshalb Bedingungen, unter denen Unternehmen verlässlich planen und investieren können.

Energiekosten bleiben die größte Sorge

Wie stark die Kostenentwicklung die Unternehmen beschäftigt, zeigt der Blick auf die gesamte MEO-Region: Rund 61 Prozent nennen Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko. Im Frühjahr waren es noch 33 Prozent. Die IHK fordert unter anderem niedrigere Stromkosten, begrenzte Netzentgelte und einen schnelleren Ausbau der Energieinfrastruktur.

Vor Ort gilt es, an den positiven Ansätzen anzuknüpfen. Ob Energie sparen, Abläufe verbessern oder neue Märkte erschließen: Auch unter schwierigen Bedingungen können Unternehmen ihre nächsten Schritte vorbereiten. Passende Beratung, Förderung und Kontakte können dabei helfen.

Was ist der nächste Schritt für Ihr Unternehmen? Die Wirtschaftsförderung Mülheim an der Ruhr unterstützt Sie dabei, passende Angebote und Ansprechpartner zu finden. Sprechen Sie uns an!

 

Quelle: IHK-Konjunkturbericht MEO, Herbst 2026. An der Befragung vom 7. bis 20. September nahmen insgesamt 160 Unternehmen aus Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen teil. Die örtlichen Angaben beziehen sich auf die jeweils befragten Unternehmen.

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