IHK-Standortcheck 2026: Unternehmen sehen Stärken und Handlungsfelder für den Wirtschaftsstandort Mülheim

24. Juni 2026

Bild: Stadt Mülheim an der Ruhr/Katja Grittner


Die Unternehmen in Mülheim an der Ruhr bewerten ihren Standort insgesamt mit der Schulnote 3,1. Das zeigt der aktuelle Standortcheck der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK), dessen Ergebnisse beim Wirtschaftsgespräch am 22. Juni 2026 vorgestellt und diskutiert wurden. Die Befragung macht deutlich: Mülheim verfügt über anerkannte Standortstärken, zeigt aber auch Handlungsfelder auf, die aus Sicht der Unternehmen für die künftige Wettbewerbsfähigkeit von besonderer Bedeutung sind.

An dem Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung nahmen mehr als 30 Gäste teil. Auch Oberbürgermeister Marc Buchholz war vor Ort. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Unternehmensbefragung und die Frage, wie die Rahmenbedingungen für Unternehmen weiter verbessert werden können.

Die aktuelle Gesamtnote von 3,1 liegt leicht unter dem Ergebnis der vorherigen Befragung aus dem Jahr 2024 (Note 2,9). Gleichzeitig zeigt der Standortcheck, dass Mülheim in mehreren Bereichen weiterhin positiv wahrgenommen wird.

Stärken des Standorts bleiben sichtbar

Besonders gute Bewertungen erhielten die Naherholungs- und Freizeitangebote (Note 2,7) sowie die Verkehrsanbindung an das Straßen- und Autobahnnetz (Note 2,4). Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer guten Erreichbarkeit und einer hohen Lebensqualität als wichtige Standortfaktoren für Unternehmen und Beschäftigte.

Infrastruktur, Kosten und Fachkräfte im Fokus

Gleichzeitig macht die Umfrage deutlich, wo die Unternehmen Verbesserungsbedarf sehen. Vor allem die Höhe der kommunalen Kosten wird von vielen Betrieben als Herausforderung wahrgenommen. Auch die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren wurde kritisch bewertet. Darüber hinaus zeigt die Befragung, dass die Zufriedenheit mit der Verkehrsinfrastruktur gegenüber der letzten Erhebung etwas zurückgegangen ist.

Bei den wichtigsten Kriterien für Standort- und Investitionsentscheidungen ergibt sich ein klares Bild: Für die befragten Unternehmen stehen eine leistungsfähige Infrastruktur (72 Prozent), die Höhe der kommunalen Kosten (69 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften (57 Prozent) im Vordergrund.

Die Ergebnisse lieferten wichtige Impulse für die Diskussion zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Deutlich wurde, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts künftig insbesondere von einer leistungsfähigen Infrastruktur, effizienten Verwaltungsprozessen und einer erfolgreichen Fachkräftesicherung abhängt. Das Wirtschaftsgespräch bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, die Ergebnisse offen zu diskutieren und gemeinsame Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Mülheim an der Ruhr zu identifizieren. Die Umfrage liefert damit wertvolle Hinweise darauf, welche Themen aus Sicht der Unternehmen künftig besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Mülheim gewinnt seit ein paar Jahren an Dynamik

Die Ergebnisse des Standortchecks zeigen Handlungsfelder auf, treffen aber zugleich auf eine positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Im aktuellen IW-Regionalranking 2026 erreicht Mülheim Rang 9 von 400 Regionen/Großstädten im bundesweiten Dynamikranking und zählt damit zu den dynamischsten Städten Deutschlands. Das unterstreicht, dass sich der Standort in wichtigen Zukunftsfeldern positiv entwickelt, auch wenn Unternehmen bei Themen wie Kosten, Infrastruktur und Verwaltungsprozessen weiterhin Verbesserungsbedarf sehen.


DAS KÖNNTE DIE AUCH INTERESSIEREN!

Mülheim gehört zu den dynamischsten Städten Deutschlands