Innenstadtentwicklung

Aufbruchstimmung in Mülheims Innenstadt

City wächst ans Wasser

Eines ist für alle Innenstadt-Akteure ganz klar: Mülheims City ist auf dem besten Weg, wieder zu einem attraktiven und gut frequentierten Mittelpunkt der Stadt zu werden. Erste wichtige Weichen hierfür sind bereits gestellt. Mit dem Ruhrquartier an der Ruhrpromenade, dem Stadthafen und der Gastronomie am Wasser  wurde in den letzten Jahren schon ein weit über Mülheim hinaus strahlender Anziehungspunkt für Freizeit und Wohnen am Wasser geschaffen.

Dieser Attraktivitässchub hat zu einer spürbaren Aufbruchstimmung bei Eigentümern und Investoren geführt. Mitte 2019 kommt jetzt das neue StadtQuartier Schloßstraße hinzu und der überregionale Radschnellweg RS1 wird auf Mülheimer Stadtgebiet im ersten Quartal 2019 bis zur Hochschule Ruhr West fertiggestellt sein. Das alles wird die Wohn- und Lebensqualität ebenso spürbar stärken wie Gastronomie, Handel und Tourismus.

Dennoch leidet auch die Mülheimer City unter Problemen, mit denen viele Städte zu kämpfen haben: in die Jahre gekommene Immobilienbestände mit unzeitgemäßen Flächenzuschnitten, ungenügende Barrierefreiheit, Renditeverluste aufgrund leerstehender EG-Geschäftsflächen und unter großen Einkaufszentren und dem Online-Handel leidender stationärer Einzelhandel.
Gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Innenstadt und dem Eigentümerverein Haus & Grund e.V. hat das Citymanagement deshalb mit dem Kommunikations- und Vermarktungsmodell ein Marktstimulationsinstrument entwickelt, dass darauf ausgerichtet ist, den Standort weiter als multifunktionalen Identifikationspunkt für alle Bewohner, Besucher und Gewerbetreibende zu stärken. Erreicht werden soll das im Rahmen eines mind. 10 Jahre angelegten Prozesses durch die Verlagerung der „Renditezone“ aus den Erdgeschossen in die Wohn- und Gewerbegeschosse. Eckpfeiler sind Aufwertungen in den Geschossen mit dem Ziel höhere Mieten zu erwirtschaften, bei gleichzeitig deutlichem Absenken der Mieterwartungen und Laufzeitvorstellungen in den Erdgeschossen. So kann einerseits dem Bedarf an innerstädtischem, attraktiven Wohnraum begegnet werden, andererseits sollen insbesondere individuelle Einzelhandelskonzepte die Möglichkeit erhalten, risikoarm ihre Martkgängigkeit zu testen.



Eingebettet wird dieser gemeinsame Aktivierungsprozess in entsprechende, imagebefördernde Kommunikationsleistungen.

Eigentümer als auch Einzelhändler und Existenzgründer sind herzlich eingeladen, sich beim Citymanagement individuell dazu beraten zu lassen.

Mülheim an der Ruhr verfügt stadtweit über knapp 300.000 m² Verkaufsfläche und besitzt bei Zentralität und Kaufkraft Spitzenwerte. Rund 50.000 m² der Gesamtverkaufsfläche konzentrieren sich auf die Mülheimer Innenstadt mit seinem zentralen Einkaufszentrum Forum. Es hat einen direkten Zugang zum Hauptbahnhof und zeichnet sich durch einen Branchenmix aus Gastronomie, Hotel, Fitness, Tanzschule, Kino und über 100 Fachgeschäften aus.

Aufgebaut ist das innerstädtische Zentrum nach dem klassischen „Knochenprinzip“: Im Westen wird es von der Ruhr, im Osten vom Hauptbahnhof und dem Forum begrenzt. Die verkehrstechnische Erschließung der Innenstadt konnte durch das 2009 eingeführte Parkleitsystem weiter verbessert werden. Am zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Friedrich-Ebert-Straße (U-Bahn, Bus, Straßenbahn) kommen täglich über 20.000 Passanten an.