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MuB_Journal_1_2016

zu einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept im STARTER- CENTER einen großen Raum ein. Und das soll auch in Zu- kunft so bleiben,selbst wenn der klassische Businessplan heute nicht mehr ausschließlich im Fokus steht. Neue Be- ratungsinstrumente und -methoden sind vielmehr hin- zugekommen. Zum Beispiel spezielle Analysetools, mit denen schon imVorfeld einer Gründung die Eignung und das persönliche Netzwerk der Gründungsinteressierten auf den Prüfstand gestellt werden können. „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder die Erfahrung gemacht, dass eine erfolgreiche Gründung vielfach genauso stark von eher weichen Faktoren abhängt wie von einem fundierten Businessplan“, erklärt hierzu Dr.UtaWillim.Sie schaut deshalb heute vermehrt auf die persönlichen Rahmenbedingungen des Einzelnen sowie auf die jeweilige Motivation zur Unternehmensgrün- dung. Diese erweiterte Betrachtung soll angehenden Unternehmern helfen, ihre persönlichen Stärken und Schwächen frühzeitig zu erkennen und sich klarzuma- chen, über welche persönlichen und fachlichen Ressour- cen sie verfügen,wenn zum Beispiel die ersten Schwierig- keiten in der Startphase auftauchen. Besonderer Fokus in Mülheim: Gründerinnen und Unternehmerinnen Ein besonderer Fokus im STARTERCENTER Mülheim an der Ruhr liegt zudem auf der intensiven Unterstützung von Frauen, die sich mit der Idee zur Gründung eines eigenen Unternehmens beschäftigen oder diesen Schritt bereits gewagt haben.„Frauen bieten noch viel Gründer- potenzial“, ist sich Dr. Uta Willim sicher. Denn der An- teil der Frauen unter den Existenzgründungen ist mit landesweit rund 28 Prozent immer noch vergleichsweise niedrig. Bei den Nebenerwerbsgründungen von Einzel- unternehmen ist der Frauenanteil mit 42,5 Prozent zwar höher,aberdurchausnochausbaubar.ImSTARTERCENTER Mülheim an der Ruhr erhalten interessierte Frauen die für einen solchen Schritt notwendige Unterstützung. So haben Frauen hier beispielsweise zweimal im Jahr die Möglichkeit, eine auf einen Zeitraum von drei Monaten angelegte sogenannte GründerinnenWerkstatt im HAUS DER WIRTSCHAFT zu besuchen. Aus dieser Werkstatt- Arbeit sind in den letzten Jahren viele erfolgreiche Un- ternehmerinnen wie zum Beispiel die im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Buchhandlungspreis prämierte Buchhandlung „Bücherträume“ oder Sandra Heger mit ihrem Praxismanagement „structaMED“ hervorgegan- gen. Hinzu kommen öffentlichkeitswirksam begleitete Wettbewerbsaufrufe, zum Beispiel für den Unternehme- rinnenBrief NRW, sowie die Moderation eines speziellen Unternehmerinnen-Netzwerks,demmep-netMülheimer Expertinnen Pool.Bis zu fünf Mal im Jahr treffen sich hier Unternehmerinnen und gründungsinteressierte Frauen zu einem speziellen Unternehmerinnen-Stammtisch,um Kontakte zu knüpfen, Kooperationen einzugehen, Erfah- rungen auszutauschen und sich gemeinsam erfolgreich weiterzuentwickeln. G R Ü N D E R S Z E N E _ 1 5 G R Ü N D E R S Z E N E _ 15

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