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Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr

IHK: Neue Chancen am Flughafen ergreifen

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) begrüßt die neue Diskussion über den Flughafen Essen-Mülheim und dass über zusätzliche Gewerbeflächen auf dem Areal nachgedacht wird.

 

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) begrüßt die neue Diskussion über den Flughafen Essen-Mülheim. „Es ist gut, dass Bewegung in die Frage kommt, wie die Zukunft am Flughafen aussehen soll. Es besteht die Chance, den ansässigen Unternehmen eine Perspektive zu bieten und gleichzeitig mit neuen Gewerbeflächen die Region zu stärken“, zeigt sich IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel zuversichtlich. 

Der Flughafen Essen-Mülheim ist einer der größten Standorte, an dem Verkehrspiloten ausgebildet werden. Während dieser Zeit sind die angehenden Piloten in der Region. Das bringe laut IHK weitere positive wirtschaftliche Effekte mit sich. „Der Aufenthalt schafft eine größere Nachfrage und stärkt unsere Innenstädte. Davon profitieren Handel, Gastronomie und das Hotelgewerbe. Zusätzlich kann es gelingen, einen guten Eindruck zu hinterlassen und neue Botschafter für unsere Region zu gewinnen“, erläutert Dr. Püchel die Vorteile.

Wichtig sei es, dem Flughafen eine Entwicklung zu ermöglichen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, einen neuen Regionalflughafen für Tourismusdestinationen zu schaffen. Vielmehr solle der Fokus neben den Ausbildungsaktivitäten auf die Stärkung als Geschäftsflughafen gelegt werden. „Die Wirtschaft ist immer vernetzter und internationaler aufgestellt. Ein leistungsfähiger Geschäftsflughafen im Ruhrgebiet trägt dazu bei, flexibel und schnell an sein Ziel zu kommen. Das stärkt unseren Standort. Dabei schreitet die technische Entwicklung zügig voran. Die Maschinen werden immer leiser und somit anwohnerverträglicher. Vielleicht gelingt es auch, mit dem elektrischen Fliegen ein Zukunftsthema hier zu platzieren“, schlägt Dr. Püchel vor. 

Die IHK begrüßt ausdrücklich, dass über zusätzliche Gewerbeflächen auf dem Areal nachgedacht wird. Dadurch entstehen neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Städte Essen und Mülheim. Gleichzeitig bleibe durch die Landebahn die Frischluftschneise erhalten. „Wir brauchen neue Gewerbeflächen. Mit einem zusätzlichen Angebot auf dem Flughafengelände entspannt sich die enorm kritische Lage in Mülheim. Gleichzeitig profitiert der Essener Süden von neuen Flächen. Wir sollten diese Chance ergreifen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.