Startup-Monitor 2018: Jedes fünfte Startup hat seinen Sitz an Rhein und Ruhr

NRW überholt Berlin als Standort für Startups.

Der aktuelle Startup-Monitor 2018, herausgegeben vom Bundesverband Deutsche Startups und der Unternehmensberatung KPMG, zeigt es auf: Nordrhein-Westfalen hat Berlin vom Spitzenplatz als Standort für Startups in Deutschland verdrängt.

Die dynamische deutsche Gründerszene verlagert ihren Schwerpunkt, Berlin verliert seine bisherige Spitzenreiterrolle. Denn rund 19 Prozent all dieser jungen Unternehmen (Vorjahreswert: 14,4 Prozent) sind inzwischen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW ansässig, wie aus dem Startup-Monitor hervorgeht. Die Bundeshauptstadt kommt demnach lediglich auf einen Anteil von 15,8 Prozent.

Die Suche nach Fachkräften aus dem IT-Bereich gerät für die Jungunternehmer zu einer stetig wachsenden Herausforderung. Drei von vier Start-ups gaben an, auf Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Informatiker gestoßen zu sein. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der neugegründeten Unternehmen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr. 12,3 Personen beschäftigen Start-ups im durchschnittlichen Mittel. An Rhein und Ruhr liegt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bei 3 Beschäftigten. Insgesamt sind 17,647 Mitarbeiter in einem Startup beschäftigt.

Wichtige Ergebnisse im Überblick:

  • Die im DSM 2018 befragten Startups sind im Durchschnitt 2,5 Jahre alt.

Dabei ist über die Hälfte der Startups zwischen 0 und 2 Jahren alt (51,7%) und knapp ein Fünftel (17 %) befindet sich im dritten Geschäftsjahr.

  • Metropolregion Rhein-Ruhr ist nach Berlin der Gründungshotspot

Nach wie vor entfallen sehr viele Startups auf die Metropolregion Rhein-Ruhr (11,2 %), angeführt wird die Gründerszene von Berlin (15,8 %). 

  • Gründer arbeiten durchschnittlich 56,3 Stunden pro Woche

Im Durchschnitt arbeiten Gründer von Montag bis Freitag im Schnitt 48,7 Stunden und am Wochenende ca. 7,7 Stunden.

  • Ein Gründer oder eine Gründerin ist im Schnitt 35,2 Jahre alt, Frauenanteil steigend

Nur jeder zehnte Startup-Gründer ist zwischen 45 und 54 Jahren alt. Der Anteil weiblicher Startup steigt auf 15,1 %.

  • BWLer gründen immer öfter

Immer öfter verfügen Gründer eher über einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (41,3%) als in einem MINT-Fach (40,9%). Damit hat BWL die klassischen Ingenieurwissenschaften überholt.

  • Fast jeder zweite Gründer gründet mehrmals

Der Anteil der Seriengründer steigt leicht von 45,2 % auf 48,1 % an. Mehr als jeder vierte Gründer (27,2 %) hat vorher bereits ein Startup gegründet. Weitere 12,9 % haben bereits zweimal gegründet und 8,1 % sogar noch häufiger.

  • Fast alle Gründer sind höchst zufrieden mit ihrer Arbeit und ihrem Leben

Fast die Hälfte der befragten Gründer sind mit ihrer sehr zufrieden (47,8 %) und fast ein Viertel empfindet sogar die höchste Job-Zufriedenheit (23,5 %). Über 90 % der Startup-Gründer sind zufrieden mit ihrem Leben. Knapp die Hälfte (49,6 %) gibt sogar eine sehr hohe Lebenszufriedenheit an und sie liegen somit deutlich über den Bundesdurchschnitt (32 %).

Die Macher des Start-up-Monitors analysierten die Daten von 1550 Start-ups in ganz Deutschland mit 3763 Gründern und 17.647 Mitarbeitern.

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Kontakt
Kay Zellmann
Gründerservice / STARTERCENTER NRW, Fördermittelberatung
Phone: (0208) 48 48 59
E-Mail: k.zellmann(at)muelheim-business.de