Stadt gründet Krisenstab und Netzwerk

Die Stadt Mülheim hat einen Krisenstab „Energiemangellage“ gegründet, um Vorkehrungen zu treffen und sich auf eventuelle Notlagen vorzubereiten.

Die Leitung des Krisenstabes hat Beigeordneter Felix Blasch. Zugleich hat Beigeordnete Dr. Daniela Grobe ein Netzwerk der sozialen Hilfen geknüpft, um finanziellen Notlagen der Mülheimer*innen gemeinsam begegnen zu können.

Zum Hintergrund: Im Juni dieses Jahres hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Alarmstufe des Gasnotfallplanes ausgerufen, bedingt durch die erheblichen Reduzierungen russischer Gaslieferungen. Gas ist zu einem knappen Gut geworden, die Preise haben sich erheblich erhöht. Da aus Gas auch Strom produziert wird, ist der Strompreis ebenfalls angestiegen: „Haushalte und Unternehmen sind auch in Mülheim an der Ruhr seither durch hohe Energiekosten belastet“, so Felix Blasch.

Wenn es um die Unternehmen geht, ist die Mülheimer Wirtschaftsförderung ein erster Ansprechpartner. Um die Mülheimer*innen darüber zu informieren, welche sozialen und individuellen finanziellen Hilfsangebote es für sie im Bedarfsfall gibt, hat Sozialdezernentin Dr. Daniela Grobe ein Netzwerk aus verschiedenen Akteuren – u.a. Jobcenter, Sozialamt, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, SWB – zusammengebracht. Mit weiteren Akteuren stehen Gespräche an. „Wichtig ist uns, den Menschen zu vermitteln, dass sie sich in finanziellen Notlagen an die Beratungsstellen wenden können, um abzuklären, ob sie einen Anspruch auf finanzielle Hilfen haben. Auch Menschen, die vielleicht bisher nicht zum Kreis der Anspruchsberechtigten gezählt haben, kann in der aktuellen Lage eventuell mit konkreten finanziellen Leistungen geholfen werden“, betont Daniela Grobe. Dazu müsse man wissen, an wen man sich mit welcher Frage wenden könne.

Zwar wird eine akute Gas- bzw. Energiemangellage nach Ansicht der Bundesregierung zunehmend unwahrscheinlicher - angesichts der laufenden Einspeicherung von Gas und der teilweisen Umstellung der Stromerzeugung auf Kohle -, aber gänzlich ausgeschlossen sei ein solches Szenario nicht, so Felix Blasch. Auch darauf müsse sich der Krisenstab vorbereiten. Nicht nur die Mülheimer*innen, auch die Stadtverwaltung und ihre Mitarbeiter*innen seien dazu aufgerufen, für mögliche Notlagen vorzusorgen und bereits jetzt Ihren Teil dazu beizutragen: „Wir alle können etwas dazu beitragen, dass es soweit nicht kommen muss, indem wir bereits jetzt Energie – also Gas und Strom -  sparen.“

In der kommenden Woche wird die Stadt Mülheim auf einer Internetseite Informationen und Hilfsangebote rund um die Energiemangellage zusammentragen. Krisenstabsleiter Felix Blasch ruft die Mülheimer*innen auf: „Halten wir in Mülheim zusammen wie zuletzt in der Corona-Pandemie unter dem Motto „Mülheim.Gemeinsam.Stark.“, damit wir auch diese Herausforderung bestehen“.