NRW Erlass: Schließung der meisten EH-Betriebe angeordnet!

Am Dienstag wurde ein NRW Erlass zur Corona-Pandemie veröffentlicht. Dieser ordnet die Schließung von Non-Food-Läden an und erlaubt Ladenöffnungen am Sonntag.

Folgende Einkaufsangebote müssen laut NRW-Erlass bis mindestens zum 19. April  schließen:

  • Bibliotheken (Ausnahme: Hochschul-Bibliotheken unter Auflagen)
  • Spielplätze und Bolzplätze
  • Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen, auch Reisebusreisen) 
  • fast alle Einkaufsläden 

Einige Geschäfte im Einzelhandel dürfen geöffnet bleiben, allerdings unter Auflagen. Pro Person müssen 10qm Verkaufsfläche zur Verfügung stehen (z.B.: 500 qm = 50 Personen). Es müssen genug Mitarbeiter da sein, um Warteschlangen an der Kasse zu verhindern. Alle Flächen müssen regelmäßig desinfiziert werden. Das gilt für folgende Läden:

„NICHT zu schließen ist der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind ab dem 18. März 2020 zu schließen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.“ 

Lebensmittelhandel darf sonntags öffnen
Um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen, erlaubt die NRW-Landesregierung Supermärkten, Discountern, Wochenmärkten, Apotheken, Großhändlern sowie Abhol- und Lieferdiensten ab sofort, auch sonntags von 13 bis 18 Uhr zu öffnen. Ausgenommen ist das Osterwochenende (11./12./13. April).

Strengere Auflagen für Restaurants
Die Gaststätten dürfen jetzt nur noch zwischen 6 und 15 Uhr öffnen. Die vorherigen Auflagen gelten weiterhin. So müssen zwischen Tischen von verschiedenen Gästen zum Beispiel mindestens zwei Meter liegen. Außerdem muss jeder Gast seine Kontaktdaten angeben. Alle anderen Gaststätten bleiben weiterhin geschlossen. 

Übernachtungen nur noch für berufliche Zwecke
Hotels müssen jetzt sicherstellen, dass Gäste nicht mehr aus touristischen Gründen im Hotel übernachten wollen. Das kann der Betrieb zum Beispiel machen, indem er den Grund für die Reise bei der Buchung und Reservierung abfragt. Für die Bewirtung im Hotel gelten die gleichen Auflagen wie zuvor. 

Keine Trauerfeiern mehr auf den städtischen Friedhöfen
Die Friedhöfe sollen bis auf Weiteres keine Trauerfeiern mehr in den Trauerhallen der städtischen Friedhöfe durchzuführen bzw. anzubieten. Bei einer Beerdigung soll sich nur noch der engste Kreis der Angehörigen vom Verstorbenen verabschieden - und zwar direkt am Grab. Bestattungen von Urnen sollen auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden.