Neues M&B-Journal erschienen

Diese Woche erschien das neue M&B-Journal mit dem Schwerpunkt "Plan B für Mülheim" und der Sonderbeilage "Mülheim in Zahlen".

AUS DEM EDITORIAL:

Sehr geehrte Damen und Herren,
während Sie das lesen, grassiert draußen das Corona- virus. Niemand weiß, wann wir wieder „normal“ unseren Alltag in Beruf und Privatleben bestreiten wer- den und welchen wirtschaft- lichen Gesamtschaden das SARS-CoV-2-Virus noch an richten wird. Die Einzelhändler in Deutschland fürchten eine Pleitewelle und den Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen. Die Mitte März von den Behörden verfügten Geschäftsschließungen könnten bundesweit zu einem Umsatzausfall von rund sieben Milliarden Euro pro Woche führen. Die Corona-Epidemie stelle die Branche vor Herausforderungen, wie es sie selbst während der Finanzkrise nicht gegeben habe, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Es bleibt natürlich nicht nur beim Einzelhandel. Das Coronavirus erschüttert unsere gesamte Volkswirtschaft. Produktionskürzungen, Absatzeinbrüche, Personalabbau. Eine Rezession scheint unvermeidbar. Jetzt hängt alles davon ab, wie lange das Virus Deutschland, Europa und Wirtschaft lähmt.

Das Coronavirus, das steht fest, wird vieles verändern, und das nicht nur in den nächsten Wochen und Monaten, sondern einiges wird sich dauerhaft ändern, etwa Arbeitszeitmodelle, Präsenzzeiten und interne sowie externe Unternehmenskommunikation. Die Folgen können vielleicht manchen Branchen auch im Nachhinein zum Vorteil gereichen. Unsere Welt wird in den nächsten Jahren wohl wieder „de-globalisierter“, eine Entwicklung, die den regionalen und lokalen Märkten nutzen könnte. Diese Veränderungen folgen keinem gewollten Plan, sondern sind teilweise aus der Not geboren und eher ad hoc. 

… und mach dann noch  ’nen zweiten Plan (Bertolt Brecht)

Auch wenn Brecht sehr kritisch gegen- über jeder Planung eingestellt war, denn für den Dramatiker geht kein Plan wirklich auf, so gibt es doch Pläne, die funktionieren. Diese werden akribisch entwickelt und nicht selten immer wieder diskutiert, evaluiert und schließlich nachgebessert. Häufig wird aus dem ursprünglichen Plan A eine Variante B oder C. Meistens hat dieser Plan dann zudem noch den Makel einer Minderwertigkeit, denn der vermeintlich bessere Plan A habe ja nicht funktioniert, und so musste man diesen „verwässern“ oder  „verschlimmbessern“. Dass das nicht immer so sein muss, beweist unser Wirtschaftsflächenkonzept, unser Plan B für Mülheim, der dem Masterplan aus dem Februar 2019 (Plan A) folgt und der der lokalen Wirtschaft mehr Potenziale eröffnet (S. 12 f.). Dieser Plan B wurde und wird weiterhin in Politik und Gesellschaft kontrovers diskutiert. Wir haben dies zum Titelthema (S. 4 – 8) gemacht und lassen drei ausgesprochene Kritiker und drei Befürworter zu Wort kommen.

Wir haben uns aber auch die Mühe gemacht, noch mal aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zusammenzustellen und diese in einer sechzehnseitigen Beilage „Mülheim in Zahlen abzudrucken. Es sind Statistiken, die noch mal deutlich machen, wie sehr Mülheims wirtschaftliche Entwicklung anderen Ruhrgebietsstädten hinterherhinkt.  Dass Mülheim eine liebenswerte Stadt ist und immer noch über einmalige Standortvorteile verfügt, zeigen  wir übersichtlich und grafisch ansprechend im Poster-Format auf einer Doppelseite (S. 10 und 11). Als Wirtschaftsförderung wollen wir Mülheim besser aufstellen und zudem zukunftssicher und nachhaltig machen, dabei sind wir ganz dem Mülheimer Leitbild „Der Mensch im Mittelpunkt – Die Wirtschaft als Grundlage“ verpflichtet.

Dr. Hendrik Dönnebrink

P.S.: Vor Druckbeginn dieser Ausgabe haben wir uns entschlossen, unter www.muelheim-gemeinsam.de  ein besonderes Angebot für Mülheimer Unternehmen anzubieten. Schauen Sie mal rein!