IT.NRW: Stadt, Land, Arzt – StoryMap zur Verteilung der Arztpraxen in NRW

In den ländlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens kommen fast achtmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den städtischen Gebieten. In Mülheim kommen auf eine Praxis 932 Mülheimer.

In den ländlichen Gebieten Nordrhein-Westfalens kommen rein rechnerisch fast achtmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den städtischen Gebieten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, liegen in diesen dünn besiedelten Gebieten nur zwei Prozent aller Facharztpraxen. Bei den Arztpraxen für Allgemeinmedizin kommen in ländlichen Gebieten etwa doppelt so viele Menschen auf eine Praxis wie in den städtischen Gebieten.

Solche und weitere Informationen zur Arztpraxendichte haben die Statistiker jetzt in der neuen Publikationsreihe „Statistik interaktiv”: StoryMap „Stadt, Land, Arzt” veröffentlicht. In diesem neuen digitalen Format können Interessierte durch eine interaktive Geschichte zur kleinräumigen Verteilung von Arztpraxen in den kreisfreien Städten und Kreisen scrollen. Unterschiedliche Funktionalitäten laden dazu ein, tiefer in die Ergebnisse einzutauchen.

Mülheim an der Ruhr im oberen Mittelfeld

Die Arztpraxendichten unterscheiden sich in den Kreisen und kreisfreien Städten zum Teil deutlich: So entfallen beispielsweise in den dünn besiedelten Gebieten des Kreises Paderborn zwanzigmal so viele Menschen auf eine Facharztpraxis wie in den dicht besiedelten Gebieten. Die höchste Arztpraxendichte gibt es in Bonn – die niedrigste im Kreis Olpe. Mülheim an der Ruhr landet beim Patienten-Praxis-Verhältnis im oberen Mittelfeld. In Mülheim kommen rein rechnerisch 932 Mülheimer auf eine Arztpraxis. Ähnlich sieht es in Essen, Bottrop und Dortmund aus. Ruhrgebietsweit steht Oberhausen mit 1.130 Einwohnern auf eine Praxis am schlechtesten da. Am besten dagegen ist Bochum aufgestellt. Dort kommen im Schnitt 782 Einwohner auf eine Arztpraxis.