Internet of Things-Labor an der HRW eröffnet

Ab sofort können Unternehmen, Gründer, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler im neuen IoT-Labor an der Hochschule Ruhr West den Umgang mit smarten Zukunftstechnologien erlernen und erproben. "IoT" steht für "Internet of Things". Es geht darum, wie Gegenstände oder Maschinen, die mit dem Internet verbunden sind, hierüber kommunizieren und so verschiedene Aufgaben erledigen können.

Auf welche Weise Schulen und Unternehmen künftig von dem Labor profitieren werden, hängt vom gewünschten Projektumfang ab. Die Palette reicht hier von der Nutzung des offenen Labors in Form von Kursangeboten für Schulen über individuell abgestimmte Konzepte mit Unternehmen bis hin zu Forschungsarbeiten im Rahmen von Praxissemestern Studierender und die Abwicklung größerer Forschungsprojekte. Für interessierte Unternehmen und Gründer*innen öffnet das IoT-Labor am 20. März und am 26. April (jeweils um 18:00 Uhr) sowie am 11. Juni (16:30 Uhr) seine Pforten. Um Anmeldung wird gebeten: Sophie Schmidt, Tel. 0208-48 48 58.

In Fachgebieten wie dem Maschinenbau oder der Elektrotechnik spielt das Thema Digitalisierung eine immer größere Rolle. Beispielsweise bei der Fertigung von Maschinenteilen wird datengestützte Technik eingesetzt, um Prozesse zu optimieren oder in der automatisierten Produktion sind Maschinen untereinander vernetzt und können sich so miteinander abstimmen. Das 112 Quadratmeter große IoT-Labor befindet sich am Mülheimer Campus der Hochschule Ruhr West im vierten Obergeschoß des Instituts für Maschinenbau, Gebäude 04, Raum 184. Es ist ausgestattet mit verschiedenen 3-D Druckern, 3-D Scannern, Mess-Equipment, Funksteckern, Einplatinencomputern, neun PC-Arbeitsplätzen sowie verschiedenem Material wie Lötkolben, Lötzinn, Kabeln und Kleinbauteilen. Das im gleichen Gebäude befindliche Technikum des Instituts verfügt ergänzend über eine Fülle an Equipment für die additive und subtraktive Fertigung mit höchsten Industriestandards, mit denen auf Basis von 3-D Konstruktionsdaten ein Bauteil gefertigt werden kann.

Prof. Dr. Joachim Friedhoff, Professor für CAX Technologien und Institutsleiter Maschinenbau an der Hochschule Ruhr West, erklärte: „Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik wird künftig für eine noch stärkere Vernetzung im alltäglichen Leben sorgen. Dadurch wird sich der Umgang mit den Gegenständen, die uns umgeben, enorm verändern. Aber auch vor Produktion, Entwicklungs- und Fertigungsprozessen werden diese Veränderungen nicht Halt machen. Da wir als Hochschule ein großes
Interesse daran haben, Zukunftstechnologien zu erforschen und zu entwickeln, sind wir sehr dankbar dafür, dass wir dies nun mit Hilfe des neuen IoT-Labors tun können.“

Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten  bedankte sich bei allen Beteiligten und hob die besondere konzeptionelle Ausrichtung des Labors hervor: „Das neue IoT-Labor ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein, der eine erfolgreiche Nutzung der digitalen Möglichkeiten für Bildung, Forschung und Wirtschaft in unserer Stadt verspricht.“ Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH, ergänzte: „Unternehmen und Startups müssen sich auf große Veränderungen einstellen, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung und die so genannte Industrie 4.0. ergeben. Damit Unternehmen bei ihren Umstellungs- und Optimierungsprozessen Unterstützung erfahren, haben wir die Einrichtung eines IOT-Labors an der HRW intensiv unterstützt und begleitet. Durch das zdi Netzwerk Mülheim an der Ruhr in Trägerschaft von Mülheim & Business war es uns möglich, die Finanzierung des Labors durch Beantragung von EFRE-Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Zukunft durch Innovation (zdi).NRW“ aktiv zu unterstützen. Hierdurch wurde eine Labor-Ausstattung möglich, die modernsten Standards entspricht.“

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V..l. Institutsleiter Prof. Dr. Joachim Friedhoff erklärt Mülheim & Business Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier, HRW Präsidentin Prof. Dr. Gudrun Stockmanns und Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten den 3-D Scan mit Hilfe der Streifenlichtprojektion.

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