Innovative Geschäfts- und Produktideen des HRW Ideenwettbewerb ausgezeichnet 

Beim Ideenwettbewerb „HRWStarters“ waren Studierende und Beschäftigte aufgerufen, Ideen für ein neues Unternehmen, Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung zu entwickeln.

16 Ideen von insgesamt 33 Personen wurden eingereicht. 

Gewonnen hat den Ideenwettbewerb Dominik Lindau mit seiner Idee „Free Motion“. Lindau entwickelt mit seinem Start-up ‚MoVReal‘ die Idee von virtuellen Erlebnissen auf eine immersive (vertiefende) Art. Lindau, der an der HRW Mensch-Technik-Interaktion studiert, setzt sich dabei mit Virtual Reality und Motion-Sickness auseinander. Um die „Reisekrankheit“ mit Gleichgewichtsstörung, Schwindel und ggf. Übelkeit in den virtuellen Räumen zu minimieren oder gar zu verhindern, entwickelt Lindau einen sogenannten „Walker“. Das heißt, die Nutzer:in wird durch einen Stützapparat gehalten und kann sich dann selbstbestimmt und völlig frei in der virtuellen Umgebung bewegen. Hinzukommt ein präzises Feedback zum jeweiligen Untergrund: Straße, Waldboden, spitze Steine auf dem Feldweg, kleine Zweige oder Stöcke unter den Füßen, unwegsames Gelände oder Treppenstufen. Mit dem entwickelten Walker kann das VR-Spielerlebnis auf ein neues, freies Level gehoben werden oder die Rehabilitationstherapien für Arme, Beine, Rücken richtig Spaß machen. Die Nutzer:in bestimmt, wie schnell und wohin man geht – ohne Motion-Sickness!

Den zweiten Platz belegte Katja Markewitz, Studentin im Studiengang Mensch-Technik-Interaktion, mit ihrer Idee eines Formular-Assistenten, der im Behördendschungel und im Umgang mit der deutschen Amtssprache hilft. Der Formular-Assistent erklärt in einfacher deutscher Sprache komplizierte Fachbegriffe in Kindergeld-, Krankengeld- oder Wohngeld-Anträgen. In einem weiteren Schritt sollen die Formulare und Anträge in andere Sprachen übersetzt werden, z. B. in Arabisch, Englisch oder auch Türkisch. Damit dies schnell und unkompliziert gelöst werden kann, rät die Jury der Ideengeberin, eine Community-Funktion einzubauen.

Ausgezeichnet mit dem dritten Platz wurden Jonas Mink, Hassan Atie-Harati (beide studieren Mechatronik) und Kai Habendorf (Student Elektrotechnik) für ihre Idee eines „hydroponischen Gewächshauses“. Um dem gesteigerten Interesse der Gesellschaft nach biologischem und ökologischem Anbau von Lebensmitteln entgegenzukommen, entwickelten die Studierenden den Prototypen für ein kleines modulares Gewächshaus. Neben einer ertragreichen Ernte, z. B. frischen Kräutern, sollte sich dieses Gewächshaus um wichtige Parameter wie Luftzirkulation, Temperatur und Bewässerung selbstständig kümmern. Das System ist in der Lage den PH-Wert sowie die Nährstoffkonzentration der Nährstofflösung zu messen und eigenständig entsprechend zu dosieren. Es ist zudem Open-Source, damit werden alle Baupläne sowie Softwareelemente frei zur Verfügung stehen. Die Jury riet den Studierenden nicht nur Gastronomen als Kunden in Erwägung zu ziehen, sondern auch Foodtrucks.

Als Preis erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner eine bedarfsgerechte Unterstützung aus den Netzwerken der beteiligten Partner sowie ein attraktives Preisgeld und Sachpreise: 1.500 Euro gehen an die erstplatzierte Idee, 1.000 Euro an den Zweitplatzierten und 500 Euro erhält der dritte Platz. Das Preisgeld wurde gestiftet vom Förderverein der HRW.


In der Jury saßen:

  • Prof. Dr. Sabrina Eimler (Hochschule Ruhr West, Institut Informatik)
  • Berat Gider (NRW Bank)
  • Sophia Schmidt-Gahlen (Triple Z - ZukunftsZentrumZollverein AG zur Förderung von Existenzgründungen)
  • Nelson Ribas (ruhr:Hub; zentrale Plattform für die Digitalisierung der Wirtschaft in der Metropole Ruhr)
  • Horst Schmoll, Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule Ruhr West
  • Prof. Dr. Oliver Koch (Hochschule Ruhr West, Vizepräsident für Forschung und Transfer)