IHK: Corona-Krise lastet schwer auf der regionalen Wirtschaft

Die IHK zu Essen hat in einer Blitzumfrage bei Unternehmen in Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen schwere Belastungen durch die Corona-Krise für die Wirtschaft in der MEO-Region festgestellt.

So rechnen gerade einmal 10 Prozent der Befragten mit stabilen bis steigenden Umsätzen, nahezu jedes dritte Unternehmen befürchtet dagegen für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 25 Prozent. Bei mehr als jedem fünften Betrieb ist dies bereits jetzt existenzbedrohend.

Besonders betroffen sind der Einzelhandel und das Gastgewerbe. Dazu Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer der IHK: „Die beschlossenen Lockerungen sind ein gutes Signal für die Wirtschaft. Es fehlen aber noch Lösungen für größere Einzelhandelsbetriebe; dort könnte man mit wirksamen Schutz- und Hygienemaßnahmen einen eingeschränkten Betrieb ermöglichen. Die jetzt vom Land gefundene Abgrenzung nach qm ist nicht nachvollziehbar. Auch im stark betroffenen Tourismus- und Gastgewerbe ließe sich damit ein Wiederanfahren des Geschäftes sicherstellen.“

Ein Hochfahren der Aktivitäten halten rund drei Viertel der geschlossenen Betriebe innerhalb einer Woche für möglich, gut jeder Vierte benötigt dazu länger, einige Unternehmen sogar mehr als einen Monat.

Zur Frage, mit welchen Maßnahmen die Politik kurz- bis mittelfristig noch nachsteuern sollte, wird an erster Stelle die Bereitstellung von Schutz- und Hygieneartikeln genannt (58 Prozent), für die Hälfte der Befragten sind Unternehmenssteuersenkungen wichtig. Vier von zehn Unternehmen sprechen sich für Soforthilfen in Zuschussform aus.