Handel in Corona-Zeiten - Aktuelle Lockerungen in NRW

Am 16.04. hat das Land NRW seine Coronaschutz-Verordnung aktualisiert. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern dürfen in NRW demnach z.B. Möbelhäuser wieder explizit öffnen.

Gemäß der neu gefassten Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW treten folgende Regelungen in Kraft:

„Zulässig bleiben der Betrieb von

1. Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von landwirtschaftlichen Betrieben, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten, 
2. Apotheken, Sanitätshäusern und Drogerien,
3. Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen,
4. Reinigungen und Waschsalons,
5. Kiosken und Zeitungsverkaufsstellen,
6. Buchhandlungen, Tierbedarfsmärkten, Bau- und Gartenbaumärkten einschließlich vergleichbaren Fachmärkten (z.B. Floristen, Sanitär-, Eisenwaren-, Malereibedarfs-, Bodenbelags- oder Baustoffgeschäften) sowie Einrichtungshäusern, Babyfachmärkten, Verkaufsstellen des Kraftfahrzeug- und des Fahrradhandels,
7. Wochenmärkten,
8. Einrichtungen des Großhandels

(…) (2) Nicht in Absatz 1 genannte Handelseinrichtungen dürfen betrieben werden, wenn die reguläre Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW 800 qm nicht übersteigt.“

Auch Einkaufszentren dürfen in NRW, anders als in anderen Bundesländern, wieder öffnen; der Verzehr von Lebensmitteln bleibt dort jedoch untersagt.

Damit die oben genannten Läden und Shopping-Malls trotz Corona-Pandemie wieder öffnen dürfen, sollen alle Einrichtungen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.
 
Dabei sind die „geeigneten Vorkehrungen zur Hygiene“ vom Land NRW nicht explizit und konkreter ausgeführt.

Coronaschutz-Verordnung NRW vom 16.04.2020