Gründer sollten Digitalisierungszug nutzen

"Der Digitalisierungszug ist aktuell mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs und wird die Welt dramatisch ändern." Mit diesem Statement begann Hans Piechatzek, Präsident des Marketing Club Ruhr e.V. am 12. März seinen Impulsvortrag vor über 70 Gründern und Jungunternehmern beim 5. Gründungsforum der STARTERCENTER NRW in der MEO-Region. Sein Appell an all jene, die am Beginn ihrer Produktentwicklung und Marketingstrategie stehen: „Lassen Sie die digitalen Möglichkeiten nicht ungenutzt. Legen Sie los."

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Sollten Gründer auf den Digitalisierungszug aufspringen? "Unbedingt", findet Hans Piechatzek. "Aber nicht auf laufender Strecke. Nutzen Sie Haltestellen!" Die wichtigste Haltestelle sei der Kunde: "Kommunizieren Sie über das Web mit Ihren Kunden, finden Sie heraus, welche Bedürfnisse er hat und passen Sie Ihre Produkte schrittweise dem Bedarf an." Schon jetzt sei absehbar, dass in zwei Jahren 50 Prozent aller Internetaktionen ohne Tastatur und Bildschirm erfolgen werden. Sprachassistenzsysteme wie Alexa seien nicht mehr aufzuhalten. Davon ist Hans Piechatzek überzeugt. Gründer, die aktuell an ihrer unternehmerischen Darstellung im Internet arbeiten, sollten das im Blick haben, meint der Marketingfachmann. "Stellen Sie sich so auf, dass sie auch in zwei Jahren von ihren Kunden noch gefunden werden", so sein nachdrücklicher Rat.

Hans Piechatzek ist davon überzeugt, dass soziale Medien schon längt damit begonnen haben, den klassischen Marketing- und PR-Kanälen den Rang abzulaufen. Diese Einschätzung teilten viele der Teilnehmer des Gründungsforums. Was die Veranstaltung besonders auszeichnete, war die hohe Bereitschaft der Gäste, über ihre Gründungsideen und ersten Erfahrungen im Online-Marketing offen zu sprechen und sich den Rat auch bei anderen zu holen. "So müssen Netzwerktreffen laufen, damit sie für alle von Nutzen sind", freute sich Dr. Uta Willim, STARTERCENTER-Leiterin aus Mülheim an der Ruhr. Beim anschließenden GET-TOGETHER mit “Visitenkartenparty”, einer Kooperationsbörse für mögliche gemeinsame Projekte der Gründungs- und Jungunternehmen, wurden diese Gespräche und der persönliche Kontakt untereinander sowie mit den Beratern der STARTERCENTER NRW aus Mülheim, Essen und Oberhausen weiter intensiviert.