Azubi-Prämie für kleine und mittelständische Unternehmen geplant

Die Bundesregierung will in dieser Woche das geplante Hilfsprogramm zum Erhalt von Ausbildungsplätzen auf den Weg bringen.

Kernstück ist demnach eine Prämie, die pro abgeschlossenem Ausbildungsvertrag und nach erfolgreicher Probezeit gezahlt werden soll. Der Zuschuss beträgt zwischen 2.000 und 3.000 Euro und soll kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommen, die „in erheblichem Umfang“ von der Corona-Krise getroffen wurden und die Zahl ihrer Lehrstellen dennoch nicht gekürzt oder sogar erhöht haben.

Über das Eckpunktepapier soll am Mittwoch im Kabinett beraten werden. Ziel der Ausbildungsprämie sei es zu verhindern, dass die Corona-Krise die berufliche Zukunft junger Menschen gefährde.

Die geplanten Prämien: 

  • KMU, die das Ausbildungsplatzangebot 2020 im Verhältnis zu den drei Vorjahren nicht einschränken, sollen für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Diese soll nach Ende der Probezeit ausgezahlt werden. 
  • KMU, die ihr Angebot an Ausbildungsplätzen sogar erhöhen, sollen für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro erhalten. 
  • KMU, die trotz Belastungen durch Corona ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen und weder Ausbilder noch Auszubildende in Kurzarbeit versetzen, sollen ebenfalls eine Förderung erhalten können. 
  • KMU, welche die betriebliche Ausbildung nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund- oder Auftragsausbildung erhalten. Details sollen hier noch durch die Allianz für Aus- und Weiterbildung erklärt werden. 
  • Schließlich ist auch eine Prämie für jene KMU vorgesehen, die die zusätzliche Auszubildende übernehmen; sofern diese ihre Ausbildung wegen der Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs nicht fortsetzen können. Diese soll zunächst bis zum 31.12.2020 befristet sein, wie sich aus der gemeinsamen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung ergibt.