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M & B veröffentlicht 13. Immobilienmarktbericht

Ein Fazit: Zur Sicherung des Unternehmensbestandes und Verbesserung der Gewerbesteuereinnahmen muss dringend in Flächenmobilisierung investiert werden.

Über 100 Investoren und Unternehmen fragten in 2018 bei der Wirtschaftsförderung nach unbebauten Gewerbeflächen, die zusammen so groß sind wie das 142 Hektar große Gelände des Flughafens Essen/Mülheim. Aufgrund der seit Jahren fehlenden Gewerbeflächen konnten jedoch nur 11 Abschlüsse mit zusammen 5,4 Hektar an private Grundstückseigentümer vermittelt werden. 86 % aller Anfragen nach unbebauten Gewerbeflächen konnten im vergangenen Jahr kein Angebot gemacht werden. „Damit konnte der konjunkturelle Nachfrageboom einmal mehr leider nicht in Mülheim Wurzeln schlagen, das heißt es konnten nur wenig Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen und potenziellen Gewerbesteuerzahlungen angesiedelt werden“, stellte Mülheim & Business GmbH Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier bei der Vorstellung des 13. Immobilienmarktberichts 2018 am 7. März  im Mülheimer Coworking-Space Work Inn in den ehemaligen Räumen der BARMER-Krankenkasse an der Friedrich-Ebert-Straße 9 einmal mehr ernüchtert fest.

Den 106 Anfragen nach unbebauten Gewerbeflächen mit zusammen 142 ha steht aktuell eine private Gewerbeflächenreserve von 8,0 ha und seit neustem auch wieder zwei kleine städtische Gewerbeflächen mit 0,75 ha gegenüber. „Leider kann die im letzten Jahr gemeinsam mit Kämmerer Frank Mendack gestartete Initiative zur Gewerbeflächenmobilisierung von 25,4 ha für 7 Potenzialflächen erst mittelfristig wirksam werden, da alle Flächen zunächst geprüft, planerisch gesichert, entwickelt und zum Teil noch erschlossen werden müssen“, bedauerte Schnitzmeier. Auch in Sachen Nachverdichtung und Revitalisierung gewachsener Gewerbeflächen war und ist die Wirtschaftsförderung bei den privaten Eigentümern in Mülheim aktiv. 

Mehr Abschlüsse, aber kleine und mittlere Unternehmen brauchen weniger Fläche
Insgesamt schrumpfte der Flächenumsatz von unbebauten Gewerbe- und Industriegrundstücken aufgrund der notorischen Flächenknappheit mit elf Abschlüssen und 54.400 m2  gegenüber dem Vorjahr (um rund 8.000 m2 ). Besonders nachfragestark waren 2018 lokale kleine und mittelständische Betriebe, die immer häufiger eine Kombination aus Fläche, Halle und Büro von 1.000 bis 2.000 m² suchen. 

Kleinteilige Büroflächennachfragen auch aus Nachbarstädten 
Den Büromarkt prägten in 2018 vor allem Nachfragen nach kleineren Flächen bis 500 m². Hier konnte M & B insgesamt 66 Verträge von privaten Immobilienpartnern begleiten und registrieren. Der Umsatz mit 13.700 m² war zwar rückläufig (2017: 58 Abschlüsse mit 16.900 m2), doch steigt die Nachfrage nach Büroflächen tendenziell in Mülheim an. „Da an den klassischen Bürostandorten Düsseldorf und Essen die Büroflächen aufgrund der starken Nachfrage zu wenig Angebote machen können weichen kleinere Nachfrager verstärkt auch auf Städte wie Mülheim aus“, berichtete Jan Trimborn. 

Die Nachfrage bei den Ladenlokalen ist 2018 gleichgeblieben. Die Umsätze in der Innenstadt haben sich allerdings erfreulicherweise nicht zuletzt infolge der Aktivitäten des Citymanagements auf 4500 m² (ohne Forum) gesteigert (2017: 3.900 m² inkl. Forum). Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte mit gehobenem Sortiment ist gegenüber 2017 deutlich gesunken, dafür gab es Zuwächse im mittleren- und Niedrigpreissegment. 

"Die anhaltend hohe Leerstandsquote von 12,6 % im Kernbereich der Innenstadt ist dadurch erklärlich und verbessert sich hoffentlich mit der Eröffnung des Stadtquartiers Schloßstraße und von „The O“ (ehemals Woolworth) in diesem Jahr.“ Die Wirtschaftsförderung hat zudem mit dem CoWorking Space Work Inn und dem Einzelhandelslabor „Pop Up Shop“ Möglichkeiten geschaffen, Geschäfts- und Ladenkonzepte zu testen und bei Erfolg dauerhaft in der Innenstadt anzusiedeln. Insgesamt konnte M&B im Innenstadtkern (ohne Forum) einen Flächenumsatz von 5.500 m² bilanzieren. Die damit verbundenen Neueröffnungen umfassten Dienstleistungsangebote, Einzelhandel und Gastronomie. Schnitzmeier begrüßte zudem die Aussicht einer Stadtentwicklungsgesellschaft, die im Laufe des Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll, als zusätzliches, sinnvolles und notwendiges Instrument.


Ihr Ansprechpartner für weitergehende Informationen zum Immobilienmarktbericht 2018:
Jan Trimborn
Mülheim & Business GmbH
Vermarktung Gewerbeimmobilien, Unternehmensservice, Standort- und Infrastrukturentwicklung
Tel.: 0208 / 48 48 43
E-Mail: j.trimborn(at)muelheim-business.de