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Kitapreis 2020: Mülheimer Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse ausgezeichnet

Das Land NRW und die Architektenkammer NRW zeichnen elf neue Kindertageseinrichtungen mit dem „Kita-Architekturpreis NRW 2020“ aus. Der Preis geht auch nach Mülheim.

Mit der Auszeichnung wollen das Land Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer NRW die Bedeutung der Architekturqualität von Kitabauten herausstellen und ihren positiven Einfluss auf die Lern- und Lebenswelt von Kindern betonen. Zugleich soll das Verfahren Träger von Kindertageseinrichtungen dazu anregen, der baulichen Qualität ihrer Anlagen besondere Beachtung zu schenken.

Kriterien, nach denen die Jury urteilte, waren: Aufenthaltsqualität (Elementarpädagogische Nutzungs- und Aufenthaltsqualität, Funktion), Gestaltungsqualität (Städtebauliche Einbindung, Architekturqualität, Qualität des Innenraums, Qualität des Außenraums) und Planungsqualität (Qualität im Planungsprozess, Wirtschaftlichkeit, Ökologie).

Verantwortlich für den Bau der nun ausgezeichneten Kita an der Burgstraße ist das Essener Architekturbüro Koschansky & Zimmer. Finanziert wurde die Kindertagesstätte durch den Discounter Aldi Süd, der die Hälfte der 94 Plätze für Kinder seiner Mitarbeiter nutzt. Die andere Hälfte steht für Kinder aus dem Mülheimer Stadtteil Styrum zur Verfügung.

Seit der Fertigstellung im August 2017 bietet die Einrichtung verschiedene Spielmöglichkeiten, inklusive einer Turnhalle, auf einer Fläche von rund 4400 Quadratmetern. 

Ergebnisse des Kitapreis Nordrhein-Westfalen 2020
Gleichrangige Preise: (alphabetisch nach Städten):  
                 
Aachen: Betriebskindertagesstätte „Schneebergkids“ des Uniklinikums Aachen
Architektur: NPA, Köln; Landschaftsarchitektur: FSWLA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf
Aachen: Kita Karlinis
Architektur: pbs architekten, Aachen; Landschaftsarchitektur: 3PLUS Freiraumplaner Kloeters + Kastner, Aachen
Bonn: Kita "Rheindampfer", Kita in elementierter Holzbauweise
Architektur: rheintreue architekten Koch/Graffelder, Köln; Landschaftsarchitektur: Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln
Essen: Kindertagesstätte St. Ludgerus
Architektur: Eickelkamp + Rebbelmund Architekten, Essen
Kamp-Lintfort: Kita Löwenzahn 
Architektur: Druschke und Grosser Architektur, Duisburg 
Köln: Neubau Katholische Kindertagesstätte Christi Auferstehung
Architektur: Ernst Architekten, Zülpich
Mülheim/Ruhr: Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse 
Architektur/Innenarchitektur/Stadtplanung: Koschany + Zimmer Architekten, Essen; Landschaftsarchitektur: freiraumplanung wolf, Berlin
Münster: Kita Uppenberg
Architektur: Burhoff und Burhoff Architekten, Münster
Neuss: Pfarrheim und Kindertagesstätte St. Konrad
Architektur: Architekturbüro Paul Böhm, Köln
Troisdorf: Familienzentrum Hippolytusgarten
Architektur: Atelier Brückner, Stuttgart; Landschaftsarchitektur: Jens Backhaus, Dillenburg

Aus der Jurybegründung:

Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse, Mülheim/Ruhr
"Am Rande eines heterogenen Gewerbegebietes gelang es den Entwurfsverfassern, mit der Kita Burgmäuse eine beinahe idyllische Atmosphäre zu schaffen. Dabei bestimmte die von der Stadt gewünschte städtebauliche Kante zur Straße die Grundrissfigur. Eine freie Wand bietet Einblick und Ausblick und legt sich wie ein schützender Arm um die kindgerechte Außenanlage. Es gelingt, das zweigeschossige Gebäude spielerisch mit dem Außenraum zu verzahnen. Damit ermöglicht die Freifläche zahlreiche und außergewöhnliche Spielmöglichkeiten für die Kinder. Hervorzuheben ist die sorgsame Planung, in die frühzeitig Bauherr, Betreiber, pädagogische Berater und Architekten eingebunden waren. Gemeinsam konnte das gestalterische wie das pädagogische Konzept in ein lebendiges Gebäude für Kinder übertragen werden."