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Talentscouting der HRW feiert Jubiläum

Seit 2015 haben die Talentscouts der Hochschule Ruhr an insgesamt 23 Kooperationsschulen über 1400 Schülerinnen und Schüler gefördert.

Ein Programm, welches junge Menschen begleitet, ihre beruflichen Interessen, Potentiale, Träume und Ziele zu entdecken und weiter zu entwickeln. Im Lichthof des Berufskollegs Bottrop wurde am 25. September zurück- und auch nach vorn geblickt. Die Gäste erfuhren mehr über die Lebenswege der Talente und es wurden neue Kooperationsvereinbarungen zwischen der Hochschule Ruhr West und Schulen aus Bottrop und Oberhausen unterzeichnet. 

Das Programm gestalteten Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen. Mit dabei waren der Chor der Gesamtschule Saarn, die Big Band des Oberhausener Elsa‐Brändström‐Gymnasiums und zwei Poetry‐Slammer*innen der Mülheimer Gustav‐Heinemann‐Gesamtschule. Moderiert wurde von Hüdaverdi Güngör, bekannt durch die Reihe „Auf eine Shisha mit…“ 

„Die Hilfe, die man durch das Talentscouting bekommt, ist nahezu einzigartig. Die Gespräche sind entspannt geführt und man nimmt sich Zeit. Ich würde jedem raten, das Talentscouting auszuprobieren“, empfiehlt Tobias Trill, Schüler an der Bottroper Willy-Brandt-Gesamtschule, und jetzt Student an der Philipps-Universität Marburg. Und Florian Ponten erzählt: „Ich bin in die Sprechstunde gekommen und habe mich sofort wohlgefühlt. Bei meinem Talentscout konnte ich von mir erzählen und, welche Pläne und Ideen ich für die Zukunft habe. Ich hatte damals bereits einen Plan und konnte all meine Fragen und Anliegen besprechen, die kompetent und ausführlich behandelt wurden. Die Beratungsgespräche habe ich oft genutzt, so dass ich einen persönlichen Draht zu meinem Scout aufbauen konnte und immer gut beraten wurde.“ Ponten war Schüler am Mülheimer Berufskolleg Stadtmitte und studiert jetzt an der Hochschule Ruhr West. 

HRW Talentscouts betreuten bislang über 1400 Talente

Trill und Ponten sind zwei von derzeit rund 17.000 Schülerinnen und Schülern, die im Talentscouting NRW-weit individuell gefördert werden. In den vergangenen vier Jahren haben die HRW Talentscouts über 1400 Talente betreut. Insgesamt stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft bis 2020 jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die HRW wird bis 2020 mit 1,3 Millionen Euro unterstützt. 

Um das vierjährige Jubiläum vom HRW Talentscouting und die erfolgreiche Begleitung von zahlreichen Schülerinnen und Schülern zu feiern, kamen etwa 150 Gäste in den Lichthof des Berufskollegs Bottrop. „Wir freuen uns sehr, dass das Projekt in der Region so gut aufgenommen wurde und wir mittlerweile so viele motivierte Jugendliche unterstützen können“, sagt Kerstin Franz, Koordinatorin des Projekts Talentscouting an der HRW. Seit dem rasanten Start im Jahr 2015 wurden Schülerinnen und Schüler an insgesamt 23 Kooperationsschulen gefördert. Darunter sind acht Gymnasien, neun Gesamtschulen, vier Berufskollegs, eine Realschule und ein Weiterbildungskolleg. 

„Wir feiern heute nicht nur, dass das Projekt Talentscouting bereits seit vier Jahren wirkt, sondern wir möchten feiern, dass wir mit der Studienberatung, mit der MINT-Förderung, dem Talentscouting und den Schulen ein tolles Netzwerk erstellt gestellt haben, dass für alle Beteiligten gewinnbringend ist, vor allem jedoch für die Schüler und Schülerinnen. Insbesondere das Talentscouting setzt gezielt an einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern an, die trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen erstaunliche Leistungen erbringt, oft auch in Bereichen, die über Schulnoten kaum abzubilden sind“, so Prof. Dr. François Deuber, Vizepräsident für Studium an der HRW. „Diese Fachkräfte von morgen weisen Potenziale auf, die wir in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung gleichermaßen brauchen.“