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„Coronafeste“ Berufsorientierung in Mülheim

Es werden noch weitere Unternehmen gesucht, die an „Meine berufliche Zukunft in Mülheim“ teilnehmen. Unternehmen, die sich beteiligen möchten, erstellen ein kurzes Video über die angebotenen Ausbildungsberufe.

 

Digitales Lernen ist in der Schule, bedingt durch die Corona-Pandemie, gerade an der Tagesordnung. Ebenso werden virtuelle Formate in der Berufsorientierung wichtiger, da Messen, Praktika und Bewerbungstrainings ausfallen. Deshalb hat auch der Unternehmerverband einen effizienten und „coronafesten“ Baustein für den Übergang von der Schule in den Beruf konzipiert. „Berufsorientierung ist aufgrund der Corona-bedingten Situation nach wie vor schwierig. Dennoch benötigen die Firmen Nachwuchs – wenn nicht dieses Jahr, so doch in einem der kommenden Jahre – allein schon aufgrund der demografischen Entwicklung“, so Elisabeth Schulte, verantwortlich für den Bereich Schule/Wirtschaft beim Unternehmerverband. „Meine berufliche Zukunft in Mülheim“ bringt deshalb Firmen und Schüler mithilfe von Kurzvideos und Online-Sprechstunden zusammen.

Industriekaufleute als echte „Allrounder“ bei Gerstel, ein abwechslungsreicher Arbeitstag bei angehenden Bankkaufleuten der Sparkasse Mülheim, zukünftige Industriemechaniker, die bei der RWW die Funken fliegen lassen, und bei einem Sprint über die Flure richtig bei der PVS durchstarten– das alles zeigen Kurzvideos, mit denen Betriebe bei Schülern im Rahmen der Aktion „Meine berufliche Zukunft in Mülheim“ für eine Ausbildung werben. 

„Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem für uns. Wir suchen immer motivierte Auszubildende, die bei uns sehr selbstständig arbeiten und Verantwortung übernehmen können. Wir bilden für den eigenen Bedarf aus, übernehmen die Auszubildenden also auch in aller Regel“, erläutert Patrick Breit, kaufmännischer Ausbildungsleiter bei der GERSTEL GmbH & Co. KG. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Geräte und Systeme für die chemische Analytik und ist damit auch in Zeiten der Corona-Pandemie erfolgreich.

„Meine berufliche Zukunft in…“ setzt der Unternehmerverband gemeinsam mit Arbeitsagentur, Jobcenter, Einzelhandel, Handwerk, GaLaBAu und der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf (KAoA) in den Städten Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und im Kreis Wesel um. Unternehmen, die sich beteiligen möchten, erstellen ein kurzes Video über die angebotenen Ausbildungsberufe.

Dann folgt der zweite Schritt: „Aufgrund der Koordinierung über den Unternehmerverband wird im Anschluss an das Video ein Auszubildener oder junger Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort den Schülern im Rahmen einer halbstündigen Videokonferenz – oder wenn möglich im Rahmen eines Besuches in der Klasse – Fragen beantworten“, ergänzt Schulte. Die konkrete Terminabstimmung hierfür übernimmt ein Lehrer oder Berufsberater, die vom Unternehmerverband die Ansprechpartner der Unternehmen jetzt erhalten. „So ist mit relativ wenig Aufwand eine praxisnahe und effiziente Berufsorientierung für die Schüler möglich, die sogar coronafest ist. Wir appellieren an die Pädagogen, diese Möglichkeit der Berufsorientierung zu nutzen.“

Es werden noch weitere Unternehmen, Einrichtungen für Behinderte/Senioren oder Krankenhäuser u.a. gesucht, die an „Meine berufliche Zukunft in Mülheim“ teilnehmen. 
Weitere Informationen: www.unternehmerverband.org/leistungen/schulewirtschaft 
Kontakt und Anmeldung: Elisabeth Schulte, E-Mail: schulte@unternehmerverband.org