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Ausbildungsatlas 2019: Azubisuche wird immer schwieriger

Auf jede unversorgte Bewerberin oder jeden unversorgten Bewerber kamen somit 1,16 unbesetzte Ausbildungsstellen.

In Nordrhein-Westfalen standen den 41.276 Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten, 47.707 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

Auf jede unversorgte Bewerberin oder jeden unversorgten Bewerber kamen somit 1,16 unbesetzte Ausbildungsstellen. Im Bergischen Land, in Ostwestfalen-Lippe und im Ruhrgebiet sind die Zahlen der unversorgten Jugendlichen und der unbesetzten Ausbildungsstellen noch überwiegend ausgeglichen, es herrschen daher Passungsprobleme vor.

In den Regionen Münsterland, Rheinland und Südwestfalen hingegen sind bereits Besetzungsprobleme erkennbar, da noch deutlich mehr Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerberinnen oder Bewerber registriert waren.

Lage in Mülheim

Ende Juli gab es in Mülheim noch 524 freie Lehrstellen. Das waren 33 mehr als im letzten Jahr um diese Zeit, hieß es von der Agentur für Arbeit. Dem Angebot standen 365 junge Leute gegenüber, die noch nicht den richtigen Ausbildungsplatz gefunden haben. 

Wie kommen Unternehmen an Azubis?

Was tun? Die Agentur für Arbeit NRW rät Firmen, auch schwächere Bewerber zu nehmen, die Arbeitsagentur kann durch die Finanzierung von Nachhilfe-Unterricht oder die Bereitstellung von Coaches helfen. Betriebe sollten zum Beispiel auch Angebote zur Freizeitgestaltung machen, wenn mit der Aufnahme einer Lehrstelle ein Ortswechsel verbunden ist – etwa indem sie zum Beispiel Kontakte zu Sportvereinen herstellen. Damit werde man als Arbeitgeber attraktiver und beuge etwaigem Heimweh vor, falls Jugendliche im Verlauf der Ausbildung feststellen, dass sie immer noch nicht wissen, was sie am Wochenende machen, so die Agentur.

 Kontakt zur Berufsberatung unter: 0800 4 5555 00