Mülheim an der Ruhr

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFolgt man dem amerikanischen Wirtschaftstheoretiker Richard Florida, so sind Wertschöpfung und Wachstum heute und in Zukunft von drei wesentlichen Faktoren abhängig: Technologien, Talente und Toleranz. Als Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr hat der Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr heute und in Zukunft gute Chancen, diese Standortanforderungen zu erfüllen. Mit einer guten Mischung aus Produktions- und Dienstleistungsunternehmen in einem breiten Branchenspektrum stehen den Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen und der Hochschule nicht nur moderne Technologien zur Verfügung, auch die Ausbildung und lebenslange Qualifizierung von Fachkräften ist über ein differenziertes Bildungssystem bis hin zur wirtschaftsnah ausgerichteten Hochschule nachhaltig gesichert. Und als kleine Großstadt im Grünen mitten in der Metropolregion Rhein-Ruhr erfüllt die Stadt mit einem breiten und vielfältigen Kulturangebot gleichzeitig idealtypisch die Bedürfnisse von gut ausgebildeten Fachkräften. Insbesondere für Familien mit Kindern ist Mülheim schon heute ausgesprochen attraktiv und will sich in Zukunft noch weiter zur familiengerechten Stadt entwickeln.

Die Vision vom „blauen Himmel über der Ruhr“ des späteren Bundeskanzlers Willi Brandt hat sich in Mülheim und im Ruhrgebiet schon lange erfüllt: Ein erfolgreicher Standort für Industrieproduktion − zumal in der Perspektive 4.0 − und gleichzeitig eine attraktive Wohnstadt im Grünen zu sein, sind schon lange keine Antagonismen mehr. In Mülheim an der Ruhr kommt die in der Region einzigartige Situation hinzu, dass der Fluss, der dem Ruhrgebiet seinen Namen gibt, als Lebensader mitten durch die Stadt fließt. Und die Ruhr ist jüngst einmal mehr zum wichtigen Rohstoff für wirtschaftliche Wertschöpfung in der Stadt geworden. Denn mitten in Mülheims City am Ruhrufer hat sich mit dem Stadtentwicklungsprojekt Ruhrbania (abgeleitet von Ruhr und Urbanität) ein neues Stadtquartier mit Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen und hoher Aufenthaltsqualität mitten in der Stadt entwickelt, das der Innenstadt einen wichtigen Vitalitäts- und Attraktivitätsschub gegeben hat. Die Innenstadt ist (wieder) direkt ans Wasser „gewachsen“.

Wirtschaftsstandort

Insgesamt rd. 5.700 vornehmlich kleine und mittelständische Produktions- und Dienstleistungsunternehmen mit rd. 58.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zurzeit am Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr registriert. Während die Land- und Forstwirtschaft kaum noch nennenswerte Umsatz- und Beschäftigungsanteile aufweist, ist der Dienstleistungssektor heute mit seinem überdurchschnittlichen Handelsanteil der bedeutendste Beschäftigungssektor in der Stadt. Aber mit rd. einem Drittel ist der Umsatz- und Beschäftigtenanteil im produzierenden Sektor weiterhin überdurchschnittlich. Dagegen ist die Arbeitslosenquote mit rd. acht Prozent ist im Ruhrgebietsvergleich zwar „Spitze“; die Werte liegen im Landes- und Bundesvergleich aber deutlich über dem Durchschnitt.

Der hohe Anteil von rd. 100 produzierenden Unternehmen bietet heute noch rd. einem Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Arbeit . Das ist historisch für die einstige Montanstadt Mülheim wenig, heute jedoch insbesondere auch im Ruhrgebiets- und Deutschlandvergleich ein hoher Anteil. Hinter den Zahlen verbergen sich große Industrieunternehmen, wie zum Beispiel Siemens (mit rd. 5.000 Mitarbeitern größter Arbeitgeber vor Ort), der Röhrenproduktionsverbund Salzgitter/MannesmannröhrenWerke/Europipe und die Friedrich-Wilhelms-Hütte. Dahinter verbergen sich aber auch mittelständische Familienbetriebe, wie zum Beispiel die Siebtechnik GmbH, Hans Turck GmbH oder die Harke- und die Schauenburg Unternehmensgruppen.

Allen Wandlungsprozessen zum Trotz ist und bleibt Mülheim an der Ruhr eine bedeutende Handelsstadt in Deutschland mit internationaler Ausstrahlung. Die Stadt kann nicht nur stolz sein auf die hier einst tätigen Pioniere des Handels, wie die Familien Schmitz/Scholl/Haub (Tengelmann, OBI, KiK, Wissoll), Karl Albrecht (ALDI-Süd) und Otto Beissheim (Metro), sondern auch auf das, was sich daraus bis in die Gegenwart entwickelt hat. So haben die Tengelmann-Unternehmensgruppe ebenso wie ALDI-Süd weiterhin ihren Sitz in der Stadt am Fluss. Nicht zu vergessen die Europazentrale des weltweit tätigen Chemiehändlers Brenntag GmbH im einstigen Stinnes-Hochhaus am Rhein-Ruhr-Zentrum. Der Beschäftigtenanteil im „Leitmarkt nachhaltiger Konsum“ liegt lt. Wirtschaftsbericht der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr 2014 in Mülheim mit rd. 12.000 Beschäftigten um rd. 90 % über dem Bundesdurchschnitt.

Und auch die neusten, erneut revolutionären Veränderungsprozesse der Handelslandschaft durch den Internethandel werden von aktuellen Mülheimer Pionieren der Wirtschaft mitgestaltet. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die  rd. 76.000 Mitarbeiter starke Tengelmann-Unternehmensgruppe, die sich derzeit stark in Richtung eCommerce und Internethandel ausrichtet. So ist TengelmannVentures gegenwärtig an rd. 40 zukunftsträchtigen StartUps (u.a. amazon.de, Babymarkt.de, GartenXXL.de) beteiligt und gilt als einer der führenden VentureCapital-Geber in Deutschland. Weitere kleinere aber sehr erfolgreiche Internet-Firmen, wie zum, Beispiel die Weles Group, Hundekrone.de oder Campwerk.de haben sich am Standort Mülheim entwickelt.

Auch als Einzelhandelsstandort hat sich Mülheim einen Namen gemacht: Die Stadt am Fluss verfügt über knapp 300.000 m² Verkaufsfläche und besitzt bei der Zentralität und bei der Kaufkraft Spitzenwerte. Die Mülheimer Innenstadt präsentiert sich mit rund 60.000 m² Verkaufsfläche, wovon rund 33.500 m² auf das Einkaufszentrum Forum entfallen. Aufgebaut ist das innerstädtische Zentrum nach dem klassischen Knochenprinzip: Im Westen wird es von der Ruhr, im Osten vom Hauptbahnhof und dem Forum begrenzt. Am zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Friedrich-Ebert-Straße (U-Bahn, Bus, Straßenbahn) kommen täglich über 20.000 Passanten an. Das Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) zählte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den ersten Einkaufszentren Deutschlands und gehört mit rund 100.000 m² Nutzfläche weiterhin zu den größten Einkaufszentren in NRW. Verkehrstechnisch ist das RRZ nahezu perfekt mit einem eigenen Zubringer an die Autobahn 40 angebunden.

 

Daten & Fakten

Wirtschaft

(Stand: 31. Dezember 2015)

Einwohner
davon Frauen
davon Männer
Deutsche
Ausländer 

(Stand: 31. März 2016)

171.619
88.165
83.454
147.708
23.911     (13,9 %)

 

Stadtteile Altstadt I, Altstadt II, Speldorf, Broich, Saarn, Dümpten, Heißen, Styrum, Menden-Holthausen
Privathaushalte 83.600
Fläche 9.128 ha / 91,28 km²
Einwohnerdichte/km² 1.872
SV-Beschäftigte 57.982
Einpendler 41.505
Auspendler 41.185
Arbeitslosenquote 8,3 %
Gewerbesteuerhebesatz 520 (seit 1.1.2016)
Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätiger 73.870
Flächennutzung 51,5 % Grün-, Landwirtschafts- und Wasserflächen, 33,4 % Siedlungs- und Gewerbeflächen, 13,9 % Verkehrsflächen, 1,2 % Sonstige Flächen
Wohnimmobilienpreise*. Abhängig von der Lage:390.000 € – 620.000 € frei stehende Eigenheime im Bestand
210.000 € – 270.000 € Reihenhäuser im Bestand
1.550 €/ m² – 1.600 €/m² Eigentumswohnungen im Bestand

*Quelle: IVD West

 

Einzelhandel

(Stand: 31. Dezember 2015)

Gesamtverkaufsfläche 312.150 m² = 1,85 m² pro Einwohner
Einzelhandelsrelevante Kaufkraft
Index pro Einwohner
(Deutschland = 100)
104,4
Kaufkraft
je Einwohner
23.839 EUR
Kaufkraft in Mio. EUR 3.983 Mio. EUR
Bruttowertschöpfung 5.445 Mio. EUR
Einzelhandelszentralität Index
(Deutschland = 100)
115
Verkaufsfläche Innenstadt
davon Forum
60.000 m²
33.500 m²
Länge der Fußgängerzone 350 m
Verkaufsfläche Rhein-Ruhr-Zentrum 100.000 m²

 

Weitere statistische Daten erhalten Sie, auf der städtischen Website im Bereich Statistik und Stadtforschung.

Weitere Informationen liefert auch das Statistik-Portal Ruhr. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mit dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW). Zum Startistikportal Ruhr.

* Quelle: Bundesanstalt für Arbeit, IHK zu Essen, IT.NRW, Grundstücksbörse Ruhr e.V., Stadt Mülheim an der Ruhr)

 

Wissenschaft & Forschung in Mülheim

Die Stadt Mülheim zeichnet sich als Wissenschafts- und Forschungsstandort aus. Und das nicht erst seit September 2009, als die Hochschule Ruhr West vom damaligen NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eröffnet wurde. In Mülheim sind zudem gleich zwei Max-Planck-Institute beheimatet: das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung sowie das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH. IWW, die beiden MPI’s und die am 1. Mai 2009 offiziell gegründete Hochschule Ruhr West (HRW) bilden heute die Säulen des Forschungs- und Wissenschaftsstandorts Mülheim an der Ruhr. Vor dem Hintergrund der heutigen Anforderungen der Wirtschaft bilden sie zugleich einen Motor für die künftige Entwicklung der lokalen und regionalen Wirtschaft. Aufgrund ihrer Ausrichtung als MINT-Hochschule für die Ausbildung und Bereitstellung von qualifizierten Führungs- und Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hat sich die HRW zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovationen und Know-how für die lokale und regionale Wirtschaft entwickelt. Sie reichen bis hin zu Ausgründungen von Unternehmen aus der Hochschule.

Hochschule Ruhr West

©Luftbild Blossey

Der Faktor „Wissen“ ist in der heutigen und künftigen Wissensökonomie – wie Kohle und Stahl einst in der Montanwirtschaft – zu dem zentralen Produktionsfaktor im Produktionsprozess von Gütern und Dienstleistungen schlechthin geworden. Von ihm hängt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit durch schnelle Adaptionen in Form von Technologie- und Wissenstransfer durch die Unternehmen und die Gesellschaft ab. Die noch junge Ansiedlung der Hochschule Ruhr West an der Duisburger Straße  in Mülheim an der Ruhr  ist vor diesem Hintergrund eine „Jahrhundertchance“ für die Stadt und die Unternehmen in der Region.

Rund 5.000 Studierende in den Fachkräfterelevanten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) werden hier in enger Ausrichtung auf die Bedarfe der Unternehmen im westlichen Ruhrgebiet ausgebildet und qualifiziert. Ausgründungen von Unternehmen, Wissens- und Know-how-Transfer sowie Forschung und Entwicklung haben in und mit der HRW eine optimale Basis. Über 250 Professoren und Mitarbeiter bilden darüber hinaus auch einen beschäftigungspolitischen Effekt. Vor diesem Hintergrund kommt der systematischen Vernetzung der drei Subsysteme Wissenschaft – Wirtschaft – Stadtgesellschaft heute und künftig eine existenzielle Bedeutung zu.

Weitere Infos zur HRW

Die Max-Planck-Institute

Das MPI für Kohlenforschung

Das MPI für Kohlenforschung

Kaiser Wilhelm II. gründete 1912 mit dem Max-Planck-Institut für Kohlenforschung nicht nur eines der ältesten, sondern auch eines der erfolgreichsten MPI’s. Er legte damit den Grundstein für die heute gewachsene Forschungs- und Wissenschaftslandschaft in der Stadt am Fluss. 1958 folgte die Errichtung einer “Selbständigen Abteilung für Strahlenchemie im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung”, die im Juni 2003  in “Max-Planck-Institut für Bioanorganische Chemie” umbenannt wurde.

Obwohl die Max-Planck-Institute sich nach wie vor vornehmlich der Grundlagenforschung verschrieben haben, erwies sich das MPI für Kohlenforschung in seiner Geschichte als äußerst erfolgreich und anwendungsorientiert. Sein bedeutendster Direktor, Fritz Ziegler (geb.1898, gest.1973), schuf mit dem Ziegler-Natta-Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen über koordinative Insertionspolymerisation mit metallorganischen Katalysatoren die Grundlagen für die Massenproduktion von Kunststoffen, auf deren Basis die Kunststoffbranche weltweilt bis heute arbeitet und die ihm 1963 gemeinsam mit Giulio Natta den Nobelpreis für Chemie und dem MPI Lizenzeinnahmen von über einer Mrd. DM einbrachte.

Das Max-Planck-Institut für Bioanorganische Chemie dagegen betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der bioanorganischen und biophysikalischen Chemie. 2009 wurde der Bonner Chemiker Prof. Frank Neese, seit 2008 „Max-Planck-Fellow“ am Mülheimer MPI, mit dem Gottfried-Wilhelm -Leibniz-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1986 jedes Jahr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für herausragende Leistungen vergeben. Aufgrund neuer Forschungsschwerpunkte ist das MPI für bioanorganische Chemie 2012 umgewidmet  als Institut für Chemische Energiekonversion ausgebaut worden und beschäftigt sich heute mit einer sehr anwendungsbezogenen, für die zukünftige Energieversorgung der Menschheit entscheidenden Frage : der Energiespeicherung. Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Robert Schlögl.

 

IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH

iww-muelheim

Das IWW in Mülheim an der Ruhr

Das 1986 gegründete, an der Moritzstraße ansässige IWW Rheinisch-Westfälische-Institut für Wasserforschung wurde von Anfang an als anwendungsorientiertes An-Institut der Universität Duisburg/Essen angelegt und gilt heute als führendes Institut für Forschung, Beratung und Weiterbildung der Wasserwirtschaft in Deutschland mit internationaler Ausstrahlung. Das IWW berät und unterstützt Wasserversorgungsunternehmen und Industriebetriebe in allen Fragen der Wassergewinnung, -aufbereitung, -verteilung und -wiederverwendung einschließlich der Analytik von Wasserinhaltsstoffen.

ZENIT GmbH

zenit-villa-muelheim

Die ZENIT-Villa in Mülheim an der Ruhr

Das Zentrum für Innovation und Technik in NRW (ZENIT) widmet sich seit 1984 der Aufgabe, dem Mittelstand bei der Entwicklung und Einführung zukunftsweisender Innovationen zur Seite zu stehen und damit den Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen. Als nationale Kontaktstelle für verschiedene EU-Förderprogramme im Auftrag des Bundes trägt es dazu bei, die Anzahl deutscher Teilnehmer zu erhöhen. Unter dem Namen NRW.Europa ist ZENIT zudem gemeinsam mit der NRW.BANK Teil des europäischen Netzwerks Enterprise Europe Network, das mittelständische, technologieorientierte Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen in den Bereichen Technologietransfer und Förderprogramme unterstützt. Zudem ist die ZENIT GmbH Geschäftsstelle für die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW und zentrale Anlaufstelle für die Information über Fördermittel von Bund, Land und EU.

Neben dem aus rund 200 Unternehmen bestehenden Netzwerk ZENIT e.V. sind das Land Nordrhein-Westfalen sowie ein Bankenkonsortium aus NRW.BANK, der privaten Bankenvereinigung NRW und der WGZ-Bank AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank (WGZ BANK) Gesellschafter der ZENIT GmbH.

Institut für interdisziplinäre und angewandte Diakoniewissenschaft

Das Institut für interdisziplinäre und angewandte Diakoniewissenschaft schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und diakonischer Praxis, indem es interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschung, Beratung und Bildung zu aktuellen sozialpolitischen, fachlichen und ethischen Problemstellungen betreibt. Gefördert wird das IfD durch den gemeinnützigen Verein für interdisziplinäre und angewandte Diakoniewissenschaft e.V. mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Ihm gehören Institutionen und diakoniewissenschaftlich engagierte Bürger an. Das IfD ist seit 1998 als wissenschaftliche Einrichtung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn anerkannt.

 

Kultur & Tourismus in Mülheim

Theater

©Andreas Köhring

©Andreas Köhring

Mülheim an der Ruhr hat sich einen Namen als kleine, innovative Theaterstadt erworben: Das „Theater an der Ruhr“, Die Mülheimer Theatertage „Stücke“ und das Theaterfestival „Impulse“ zählen zu den wichtigsten Einrichtungen der Theaterszene im deutschsprachigen Raum.
Das Theater an der Ruhr wurde 1980 von Roberto Ciulli und Helmut Schäfer gegründet. Die Schauspielbühne befindet sich im Gut Raffelberg und zählt aufgrund des internationalen Engagements zu den wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt.

Die Stadthalle ist Austragungsort für den seit 1976 im Mai/Juni jährlich stattfindenden Stücke-Wettbewerb. Im Rahmen der Mülheimer Theatertage entscheidet eine Jury über die Vergabe des Mülheimer Dramatikerpreises.

Regelmäßig ist Mülheim an der Ruhr – neben Bochum, Düsseldorf und Köln – Spielort des Theaterfestivals Impulse. Bei Impulse handelt es sich um das wichtigste Treffen der freien Theaterszene aus dem deutschsprachigen Raum

In dem Kulturzentrum Ringlokschuppen wird seit der Spielzeit 2007/2008 vermehrt auf Theaterproduktionen gesetzt.

Museen

©Andreas Köhring

Parallel spannen mehrere Museen ihre Arme entlang der Ruhr aus und laden zu einem Besuch ein. Dazu zählen

  • Aquarius Wassermuseum in einem über 100 Jahre alten Wasserturm in Mülheim-Styrum
  • Camera Obscura, die weltgrößte begehbare Camera Obscura im denkmalgeschützten Broicher Wasserturm mit einem Museum zur Vorgeschichte des Films
  • Gründer- und Unternehmermuseum im HAUS DER WIRTSCHAFT
  • Kunstmuseum in der Alten Post mit Sammlungen mit Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Wechselausstellungen  zur internationalen zeitgenössischen Kunst
  • Haus Ruhrnatur, ein Naturkundemuseum zu den ökologischen Besonderheiten und Zusammenhängen des Ruhrtals
  • Historisches Museum Schloss Broich mit der Darstellung des historischen Erbes der Stadt Mülheim
  • Leder- und Gerbermuseum zur Entwicklung der Lederindustrie
  • Tersteegenhaus, ein Heimatmuseum mit der kulturgeschichtlichen Sammlung der Stadt Mülheim und benannt nach seinem berühmtesten Bewohner, den evangelischen Prediger und Pietisten Gerhard Tersteegen
  • Büromuseum, eine Sammlung zum Entwicklungsprozess der Bürotechnik
  • das Klostermuseum zur 800jährigen Geschichte des Klosters Saarn.

Tourismus

Für Hotels, Stadttouren, Pauschal- und Gruppenangebote, Spezialangebote für Fahrradfahrer oder das Drachenboot-Festival sowie Tickets für Veranstaltungen ist die Mülheimer Stadtmarketing & Tourismus GmbH (MST) zuständig. Die MST ist Ihr kompetenter Ansprechpartner rund um Tourismus und Event. Sie hat im Jahr 2001 die Aufgaben des Stadtmarketings für Mülheim an der Ruhr übernommen.

 

Einkaufen in Mülheim

©MST

©MST

Mülheim verfügt über knapp 300.000 m² Verkaufsfläche und besitzt bei der Zentralität und bei der Kaufkraft Spitzenwerte. Die Mülheimer Innenstadt präsentiert sich mit rund 50.000 m² Verkaufsfläche, wovon rund 33.500 m² auf das Einkaufszentrum Forum entfallen. Aufgebaut ist das innerstädtische Zentrum nach dem klassischen „Knochenprinzip“: Im Westen wird es von der Ruhr, im Osten vom Hauptbahnhof und dem Forum begrenzt. Die verkehrstechnische Erschließung der Innenstadt konnte durch das 2009 eingeführte Parkleitsystem weiter verbessert werden. Am zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Friedrich-Ebert-Straße (U-Bahn, Bus, Straßenbahn) kommen täglich über 20.000 Passanten an. Das Forum hat einen direkten Zugang zum Hauptbahnhof und zeichnet sich durch einen Branchenmix aus Gastronomie, Hotel, Fitness, Tanzschule, Kino und über 100 Fachgeschäfte aus.

Das Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) zählt zu den ersten Einkaufszentren Deutschlands und gehört mit über 100.000 m² Nutzfläche weiterhin zu den größten Einkaufszentren in NRW. Verkehrstechnisch ist das RRZ nahezu perfekt mit einem eigenen Zubringer an die A 40 angebunden. Es verfügt über 200 Geschäfte und Dienstleister, Cafés, Kneipen, Restaurants und ein Bowlingcenter sowie den Festival Garden und ein CinemaxX Kino. Die 5.500 Parkplätze sind kostenlos.

Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten bietet das Fachmarktzentrum Heifeskamp mit rund 20.500 m² Bruttogeschossfläche im Ortsteil Dümpten und in direkter Anbindung zur A 40. Kleinere Fachmarktzentren stehen in Styrum (Mülheimer Straße) sowie in der neuen Mitte in Broich zur Verfügung. 54 Warenhäuser, Discounter, Vollsortimenter und Supermärkte (SB – Selbstbedienung) komplettieren das dichte Angebot an Nahversorgungsmöglichkeiten.

 

Metropole Ruhr

logo_metropoleruhrVom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr: Heute zählt die Ruhrregion zu den fünf wichtigsten Ballungszentren Europas. Der Strukturwandel von der Montanregion zum kreativen europäischen Zentrum des 21. Jahrhunderts ist weiterhin in vollem Gange. Die elf Städte und vier Kreise des Ruhrgebietes arbeiten nun als Metropole Ruhr zusammen. Der Titel „Kulturhauptstadt Europa RUHR.2010“ hat der Metropole geholfen, sich gemeinsam als kultureller Mittelpunkt in Europa zu verstehen. Doch die Region entwickelt sich nicht nur zum kulturellen, sondern auch zum wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zentrum.

Die Metropole Ruhr steht für einen Ballungsraum von 53 Städten mit 5,3 Millionen Menschen auf 4.400 km² Fläche. Die Region hat einen riesigen Einzugsbereich: Aus der Ruhr-Region sind über die Straße mehr als 60 Millionen Menschen zu erreichen – in drei Stunden Fahrzeit. 17 der 100 umsatzstärksten Unternehmen haben ihren Firmensitz hier. 65 Prozent der Beschäftigten im Ruhrgebiet arbeiten heute im Dienstleistungssektor. Kompetenzfelder der Region sind Energie, Logistik, Chemie und Gesundheitswirtschaft. In den Kommunikations- und Informationstechnologien sowie den Querschnittstechnologien Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie und neue Werkstoffe liegen weitere Schwerpunkte. In der dichtesten Hochschullandschaft Europas werden an fünf Universitäten, zehn Fachhochschulen und einer Kunsthochschule die Führungskräfte von morgen ausgebildet. Die starke Präsenz renommierter Institute (vier Fraunhofer-, drei Max-Planck- und vier Leibniz-Institute) zeugt von hoher Forschungs- und Entwicklungsintensität.

Zahlen und Fakten

  • 5,3 Mio. Einwohner
  • 2,1 Mio. Erwerbstätige
  • 150.000 steuerpflichtige Unternehmen
  • 4.400 km² Fläche
  • 116 km von Ost nach West
  • 67 km von Nord nach Süd

Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH

header-logoSeit dem 1. Januar 2007 ist im Ruhrgebiet die metropoleruhr GmbH (wmr) für die regionale Wirtschaftsförderung verantwortlich. Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr will dazu beitragen, die Metropole Ruhr zu einem weltweit führenden Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Sie ist als Serviceunternehmen zentraler Dienstleister und Ansprechpartner für alle wirtschaftsrelevanten Fragen in der Metropole Ruhr. Als Gesellschaft des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bündelt die wmr kommunale Interessen und entwickelt gemeinsam mit den Städten im überregionalen Standortmarketing Profile, die die ökonomischen Potenziale der Region herausstellen.