Fördermittel zur Innovationsfinanzierung

Innovationen sichern Wettbewerbsvorteile von Unternehmen und sind damit entscheidend für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in nationalen wie internationalen Märkten. Die Finanzierung von Innovationen – ob Produkt- und Dienstleistungs-, Prozess- oder Verfahrensinnovationen – muss vor dem Hintergrund möglicher betrieblicher Hemmnisse und auf Basis einer Risikoabschätzung zum Erfolg eines F+E Projektes eingeschätzt werden.

Um Risiken zu minimieren, können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf verschiedene Förder- und Finanzierungsprogramme zurückgreifen, die besonders unbürokatisch in der Beantragung und schnell bis zu einer Bewilligung abgewickelt werden können.

Je nach Zielsetzung – wissenschaftlich-technische Beratung durch Hochschulen, kleinere bis zu größeren Innovationsvorhaben, Sicherung von Schutzrechten – bieten sich verschiedene Programme an. Nachfolgend haben wir Ihnen mehrere attraktive Programme zusammengestellt. Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen weiter, sprechen Sie uns an!

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert technisch-wissenschaftliche Beratungen sowie angewandte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Mittelstand. Je nach Unternehmensgröße bekommen Unternehmen bis zu 80 Prozent der Kosten auf der Basis von sogenannten Innovationsgutscheinen erstattet.

Ziel der Innovationsförderung des Wissenschaftsministeriums NRW ist es, die Forschungslabore und die Kompetenzen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen für kleine und mittelständische Unternehmen zu öffnen und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu verbessern.

Die Innovationsgutscheine werden in zwei Varianten angeboten:

  • Der Innovationsgutschein B kann für externe wissenschaftliche Beratung im Vorfeld der Entwicklung eines innovativen Produkts, einer innovativen Dienstleistung oder einer Verfahrensinnovation eingesetzt werden und hat einen Gegenwert in Höhe von maximal 5.000 EUR Fördermittel.
  • Der Innovationsgutschein F+E kann bis zu einer Höhe von max. 10.000 EUR Fördermittel für wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (z.B. Konstruktionsleistungen, Service Engineering, Prototypenbau, Design, Maßnahmen zur Qualitätssicherung oder System- und Prozessoptimierungen) beantragt werden.

Bei beiden Varianten werden bis 50 % der Ausgaben, die dem Unternehmen von der beauftragten Hochschule oder Forschungseinrichtung in Rechnung gestellt werden, erstattet. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten erhalten eine Erstattung von 80 %. Allerdings ist die Förderung nicht höher als 5.000 € beim Gutschein B und 10.000 € beim Gutschein F+E. Die Kombination beider Gutscheine ist ausdrücklich möglich.

Die Innovationsgutscheine können innerhalb eines Jahres bei einer Hochschule oder Forschungseinrichtung eingelöst werden. Die Bearbeitungszeit vom Antrag bis zur Bewilligung beträgt in der Regel bis zu vier Wochen.

Eine Beratung und Beantragung ist direkt über die Mülheim & Business GmbH möglich. Senden Sie uns Ihren Antrag zu, wir beraten Sie entsprechend und leiten diesen an den Projektträger Jülich (PtJ) weiter.

Weitere Informationen und aktuelle Antragsformulare finden Sie hier

Damit vor allem mittelständische Unternehmen ihre Chancen zur Entwicklung aussichtsreicher Technologieprojekte besser nutzen können, hat das BMWi das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) aufgelegt und seine Richtlinie jüngst noch einmal optimiert. Mit diesem besonderen Förderprogramm sollen marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt werden.

Die Unternehmen bestimmen selbst, wie und wann sie ihre Projekte realisieren. Sie können dies alleine tun (Einzelprojekte) oder aber gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und/oder Wissenschaft (Kooperationsprojekte oder Netzwerke). Bei Auslandskooperationen verdoppelt sich der Zuschlag. Anträge auf Förderung für Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten können fortlaufend gestellt werden. Die Antrags- und Genehmigungsverfahren sind zügig und unbürokratisch. Das Förderprogramm ist bewusst marktorientiert ausgerichtet und bietet KMU zusätzlich die Möglichkeit, zu ihrem Projekt ergänzende Leistungen zur Markteinführung zu beantragen (z. B. Patentberatung, Marktstudie).

Unterlagen zur Antragstellung finden Sie hier

 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in vielen Bereichen Vorreiter des technologischen Fortschritts. Die mit Spitzenforschung verbundenen Risiken sind allerdings für KMU häufig schwer zu schultern. Deshalb gestaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit KMU-innovativ den Zugang zur Forschungsförderung für KMU spürbar einfacher.

Vorteile für KMU:

  • Einfaches Verfahren mit schneller Bearbeitung und transparenten Fristen
  • Zentraler Lotsendienst
  • Vereinfachte Bonitätsprüfung

KMU-innovativ ist in Technologiefeldern gestartet, die für Deutschlands Zukunft besonders wichtig sind:

  • Biotechnologie
  • Medizintechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Nanotechnologie
  • Produktionstechnologie
  • Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz

Spitzenforschung bietet KMU die Chance, mit neuen Produkten und Prozessen erfolgreich im Markt zu bestehen. Bei der Erschließung neuer Märkte sind KMU besonders flexibel und schnell. Dies gilt gerade für neue Forschungsfelder, in denen Geschwindigkeit entscheidet. Hier hilft KMU-innovativ diesen Vorsprung zu sichern.

Weitere Informationen, Antragsunterlagen und Lotsendienst: http://www.bmbf.de/de/20635.php

Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Kleinstunternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen über das neue Förderprogramm WIPANO „Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei vielen Leistungen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent (insgesamt 16.000 Euro) erhalten.

Voraussetzung für eine mögliche Förderung ist, dass Ihr Unternehmen
•    in den letzten 5 Jahren kein Patent oder Gebrauchsmuster angemeldet hat
•    zum Zeitpunkt der Bewilligung seine Geschäftstätigkeit nicht eingestellt hat
•    mit dem Vorhaben noch nicht begonnen hat und
•    auch keine Vertragsbeziehungen zu dessen Vorbereitung eingegangen ist. Als Vorhabenbeginn gilt insbesondere der Abschluss von Dienstleistungsverträgen.

Wer bei der Antragstellung Unterstützung benötigt, kann sich zum Beispiel an die Mülheimer Patentvermarktungsgesellschaft ProVendis GmbH wenden. ProVendis ist Ansprechpartner rund um die Themen Patente, Schutzrechte und Vermarktungsstrategien und begleitet Unternehmen ebenso wie Forschungseinrichtungen und Hochschulen von der Ideensuche und -bewertung bis zur erfolgreichen Vermarktung oder zu Industriekooperationen.

Nähere Infos hier

Die NRW.BANK fördert gemeinsam mit der KfW Bankengruppe die Innovationstätigkeit von mittelständischen Unternehmen und Angehörigen der Freien Berufe in Nordrhein-Westfalen durch zinsverbilligte Darlehen für Innovationsvorhaben.

Mitfinanziert werden:

  • die Aufnahme neuer, technologisch fortschrittlicher Produkte in das Produktionsprogramm,
  • die Einführung neuer, technologisch fortschrittlicher Produktionsverfahren sowie
  • die wesentliche Verbesserung bestehender Produkte und Verfahren.

Antragsberechtigt sind:

  • Angehörige der freien Berufe,
  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio. EUR, die seit mindestens drei Jahren am Markt aktiv sind.

Förderdarlehen können für folgende Maßnahmen in zukunftsweisenden Technologiefeldern beantragt werden:

  • Investitionen für das Anlagevermögen, sofern sie im eigenen Betrieb installiert werden und im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Investitionsvorhaben stehen,
  • Ausgaben für Nullserien, Vorführanlagen oder den Bau von Demonstrationsanlagen,
  • betriebsspezifische Anpassungsentwicklungen von Anlagen, Maschinen und Geräten,
  • Lizenzerwerbe,
  • extern erworbene Beratungsdienstleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei Erschließung neuer Märkte oder Einführung neuer Produktionsmethoden sicherstellen,
  • erste Messeteilnahmen.

Weitere Informationen: www.nrwbank.de/innovationskredit