Fördermöglichkeiten

Das Land NRW, der Bund und die EU stellen eine breite Palette an Fördermitteln für Existenzgründer zur Verfügung. Dabei kann es sich um Darlehen für Investitionen und / oder Betriebsmittel sowie teilweise auch um Zuschüsse (z.B. für Beratungsleistungen) handeln.

1. Beratung

Mit Hilfe des Beratungsprogramms Wirtschaft des Landes NRW (BPW) können Beratungen zur Entwicklung, Prüfung und Umsetzung von Gründungskonzepten vor der Realisierung des Vorhabens gefördert werden. Die Förderung bietet die Möglichkeit eines Zuschusses zum Beratungshonorar. 4 Beratungstage bei Neugründungen und 6  Beratungstage bei Unternehmensübernahmen können mit 50 % der Beratungsleistung bzw. maximal 400 € pro Beratungstag bezuschusst werden.
Die Mülheim & Business GmbH ist Anlaufstelle für das BPW in Mülheim an der Ruhr, über die der Beratungskostenzuschuss beantragt werden kann.
Weitere Informationen

Seit dem 1. Januar 2016 gelten neue Förderregeln für die bundesweite Gründungs- und Mittelstandsberatung. Unter dem Dach des Programms “Förderung unternehmerischen Know-hows” des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden die bisherigen Förderprogramme für Unternehmen nach der Gründung gebündelt. Die Vorgründungsberatung wird weiterhin über Länderprogramme geregelt.

Antragsberechtigt für eine “Förderung unternehmerischen Know-hows” sind sowohl Jungunternehmen (nicht länger als zwei Jahre am Markt) als auch Bestandsunternehmen (ab drittem Jahr nach Gründung) und Unternehmen in Schwierigkeiten (unabhängig vom Unternehmensalter). Gefördert werden Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung sowie spezielle Beratungen, um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten eine Beratungsförderung zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, bei Bedarf inklusive Moderation und Begleitung durch einen regionalen Ansprechpartner.

Junge Unternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Für den Wirtschaftsstandort Mülheim an der Ruhr ist das die Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung.

Weitere Informationen hier.

2. Darlehen

Öffentliche  Darlehensprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der NRW.BANK können einem Unternehmensgründer in unterschiedlicher Weise bei der Finanzierung seines Vorhabens (z.B. für Investitionen oder Betriebsmittel) helfen:

  • mit günstigen Konditionen (Zinsoptimierung)  wie z.B. beim NRW.BANK.Gründungskredit
  • mit tilgungsfreien Anfangszeiten
  • mit Stärkung von Sicherheiten, indem die Hausbank von der Haftung freigestellt wird, wie z.B. beim ERP-Gründerkredit-StartGeld oder
  • mit Stärkung des Eigenkapitals, wie z.B. beim ERP-Kapital für Gründung

Bei den öffentlichen Darlehensprogrammen ist zu beachten, dass deren Beantragung in der Regel über die Hausbank und immer vor Vorhabensbeginn erfolgt.
Informieren Sie sich daher über die einzelnen Programme rechtzeitig und sprechen Sie Ihren Berater im Bankgespräch gezielt darauf an!

Detailinformationen finden Sie hier:

Darüber hinaus informieren wir Sie gern auch über weitere Finanzierungsmöglichkeiten, die nicht über das sogenannte „Hausbankprinzip“ laufen (wie z.B. das NRW/EU Mikrodarlehen).

Sollten Sie bei einem erfolgversprechenden Vorhaben in NRW für Ihren Darlehensantrag keine ausreichenden Sicherheiten vorweisen können, besteht die Möglichkeit, bei der Bürgschaftsbank NRW in Neuss eine sogenannte Ausfallbürgschaft als Ersatz für die fehlenden Sicherheiten zu beantragen. Bis zu 80 % des Darlehensbetrages können verbürgt werden. Der maximale Bürgschaftsbetrag je Darlehensnehmer beträgt jedoch 1,25 Mio EURO.
Weitere Informationen

3. Beteiligungen

4. Innovationsförderung

5. Sonstige Hilfe

Für Gründer aus der Arbeitslosigkeit I
Gründer, die Arbeitslosengeld I beziehen, können den Gründungszuschuss der Arbeitsagentur beantragen.
Die Förderung erfolgt in zwei Phasen: In der ersten Phase erhalten Sie für sechs Monate einen Zuschuss in Höhe ihres Arbeitslosengelds I zuzüglich einer Pauschale von 300 € für die soziale Absicherung.
In der zweiten Phase kann der Zuschuss zur Sozialversicherung nach Prüfung der Geschäftstätigkeit durch die Arbeitsagentur um weitere neun Monate verlängert werden.
Voraussetzungen sind u.a., dass Sie bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tage haben sowie eine Bescheinigung einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung vorlegen können.
Wichtig: der Gründungszuschuss ist keine Pflicht-, sondern eine Ermessensleistung.
Ausführlichere Informationen

Für Gründer aus der Arbeitslosigkeit II
Nehmen Arbeitslosengeld II-Empfänger eine selbstständige Tätigkeit auf, so kann ihnen ein monatlicher Zuschuss zum Arbeitslosengeld II gewährt werden.
Dieses sogenannte Einstiegsgeld ist keine Pflicht- sondern eine Ermessensleistung, die im Rahmen einer individuellen Vereinbarung zwischen Gründer und dem zuständigen persönlichen Ansprechpartner / Fallmanager bei der Agentur für Arbeit, der Arbeitsgemeinschaft von Arbeitsagentur und Kommune oder Sozialagentur getroffen wird.
Optional können Darlehen und Zuschüsse für die Beschaffung von Sachgütern (maximal 5.000 EURO) beantragt werden
Weitere Informationen bei den zuständigen Arbeitsagenturen vor Ort (www.arbeitsagentur.de)

Die Meistergründungsprämie richtet sich an Handwerksmeisterinnen und –meister, die sich erstmalig selbstständig machen. Unter Erfüllung von verschiedenen Voraussetzungen (z.B. Finanzierungsbedarf von mindestens 25. 000 EURO bei Gründern bzw. 20.000 EURO bei Gründerinnen, dem Nachweis, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden) kann ein Zuschuss in Höhe von 7.500 EURO gewährt werden.
Nähere Informationen
Fachspezifische Begleitberatung der Senior-Coaches umfasst unter anderem die
Analyse und Bewertung von Gründungskonzepten und Unternehmensplänen, die
Vermittlung von Kenntnissen in den Bereichen Marketing, Investitionsplanung, Finanzierung,
Rechnungswesen, Logistik sowie Personalwesen. Die Berater unterstützen die Selbständigen bei Fragen der Unternehmensgründung aber eben auch bei der Unternehmenssicherung und -nachfolge.

Mögliche Anlaufstellen in der Region Mülheim, Essen und Oberhausen:
Starterconsult oder Gründersupport