Städteranking 2019: Revier wieder Schlusslicht

Berlin ist besonders dynamisch, München steht am besten da - für NRW-Städte reicht es nicht einmal zu einem Platz in den Top Ten. Mülheim auf Platz 47.

Die Großstädte des Ruhrgebiets bilden erneut im jüngsten Städteranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) weiter die Schlusslichter. Die Autoren der Studie sehen aber Entwicklungschancen. Pluspunkte seien unter anderem der vergleichsweise günstige Wohnraum, die dichte Besiedlung, attraktive Kulturangebote, die zahlreichen Hochschulen und Forschungsinstitute sowie die gute Erreichbarkeit der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Revier weise viele Merkmale auf, mit denen Dynamik-Spitzenreiter Berlin seit vielen Jahren punkte.

Die Stagnation Mülheims wird im Städteranking mal wieder mehr als deutlich – Mülheim befindet sich auf dem exakt gleichen Platz wie 2018 nämlich auf Platz 47. Interessant bzw. neu sind die sogenannten Low-Faktoren im Dynamikranking: Arbeitsplatzversorgung und BIP je Einwohner. Des Weiteren gibt es im Bereich Zukunftsindex erheblichen Nachholbedarf im MINT-Bereich.

Gesamtranking der deutschen Städte 
01. München
02. Stuttgart
03. Erlangen
04. Ingolstadt
05 Frankfurt am Main
06. Regensburg
07. Wolfsburg
08. Ulm
09. Hamburg
10. Würzburg
...
13. Düsseldorf
...
43. Bielefeld
47. Mülheim an der Ruhr
49. Solingen
51. Wuppertal
53. Remscheid
54. Essen
59. Dortmund
60. Bochum
Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Lage, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren (Dynamik) sowie Zukunftsperspektiven kreisfreier Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Analysiert werden Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Zukunftsindustrien und Lebensqualität.