Dr. Hendrik Dönnebrink im großen WAZ-Interview

Um die Zukunft des Flughafens Essen-Mülheim ist eine heiße Debatte entbrannt. Im WAZ-Interview stellt M&B-Geschäftsführer Hendrik Dönnebrink den Ausstiegsbeschluss zur Disposition.

Am Montag (7. Oktober) erschien in der WAZ/NRZ ein großes Interview mit M&B-Geschäftsführer Hendrik Dönnebrink.  

Mirco Stodollick: Man hat dieser Tage den Eindruck, Sie hätten nur darauf gewartet, endlich mal als Wirtschaftsförderer der Stadt unterwegs zu sein.

Hendrik Dönnebrink: Die Frage ist ein wenig provokativ. Nein, das ist nie mein Ziel gewesen. Ich bin gut ausgelastet als BHM- und Medl-Geschäftsführer. Es war und ist nicht mein Wunsch, zusätzlich Wirtschaftsförderer zu sein. Und ich werde alles dafür tun, dass ich dieses Amt wieder ablegen kann.

Mirco Stodollick: Hätten Sie sich denn auch als Beteiligungsmanager so weit aus dem Fenster gelehnt und den Fortbestand des Flughafens gefordert?

Hendrik Dönnebrink: Nein, nicht in der Intensität. Das ist auch nicht meine Aufgabe als Beteiligungsmanager. Wenn ich aber Wirtschaftsförderer bin, habe ich den Hut auf und muss mich auch deutlich positionieren. 

Mirco Stodollick: Im M&B-Journal haben Sie kürzlich in wenigen Sätzen die Debatte losgetreten, an die sich andereinder Stadt nicht mehr öffentlich gewagt hätten: Sie forderten eine Zukunft für den Flughafen mit der Ansiedlung von Gewerbe, auch flugaffinem. Warum der Vorstoß zu diesem Zeitpunkt?

Hendrik Dönnebrink: Der Vorstoß ist nicht isoliert zu sehen. Er gehört zum Gesamtauftrag, den mir die Politik erteilt hat, nämlich ein Wirtschaftsflächenkonzept zu entwickeln. Eine Teilfläche davon ist die Flughafenfläche. Die galt es zu beurteilen. Wohl wissend, dass die Fläche eine der politischsten ist.

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