DIHK Ausbildungsumfrage 2019

Laut DIHK sinkt die Zahl der Betriebe, die nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können.

Den Unternehmen in Deutschland fällt es offenbar wieder etwas leichter, Ausbildungsplätze zu besetzen – aber noch immer bleiben viele Stellen offen. In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gaben 68 Prozent der Betriebe an, im vergangenen Jahr all ihre Ausbildungsplätze besetzt zu haben. 32 Prozent der Firmen gelang das nicht. An der Umfrage hatten sich rund 12.500 Unternehmen beteiligt. 

Im Vorjahr hatten noch 34 Prozent der Betriebe angegeben, nicht alle Ausbildungsplätze besetzen zu können – und während diese Quote leicht sank, nahm die absolute Zahl der Ausbildungsverträge trotz rückläufiger Schülerzahlen zu. Für das laufende Jahr erwartet der DIHK, dass die Zahl der Verträge stabil bleibt.

Insgesamt gebe es derzeit 1,3 Millionen Auszubildende.

Die wichtigsten Ergebnisse der DIHK-Umfrage im Überblick:

  1. Die Besetzung von Ausbildungsplätzen bleibt schwierig:
    Im Berichtsjahr 2018 blieben in rund jedem dritten Betrieb Ausbildungsplätze unbesetzt (32 Prozent; 2017: 34 Prozent).
  2. Mehr Engagement in der Berufsorientierung ist notwendig:
    47 Prozent der Betriebe geben an, dass realistische Berufsvorstellungen der Jugendlichen ihnen das Ausbilden erleichtern würden.
  3. Bessere Zusammenarbeit mit Berufsschulen gewünscht:
    Für 37 Prozent der Betriebe würde eine noch bessere Zusammenarbeit mit ihrer Berufsschule das Ausbilden erleichtern.
  4. Politik muss die Rahmenbedingungen verbessern:
    Bereits ein Drittel der Betriebe stellt zu weite Entfernungen zur Berufsschule fest.
  5. Auswirkungen der Digitalisierung kommen in der betrieblichen Ausbildung schneller an:
    Für 77 Prozent der Betriebe sind IT-Kenntnisse der Jugendlichen in Zukunft ein wichtiges Einstellungsstellungskriterium.
  6. Ausbildungsberufe machen fit für digitale Arbeitswelt:
    Drei von vier Betrieben bestätigen, dass die vorhandenen Ausbildungsberufe auch in Zeiten des digitalen Wandels ihren betrieblichen Bedarf treffen.
  7. Integration von Geflüchteten wird zunehmend gelebte Praxis in Deutschland:
    Rund 16 Prozent der Unternehmen bilden derzeit Geflüchtete aus; im Vorjahr waren es 14 Prozent.